De-Spotify Yourself: Musik wieder selbst hosten statt nur streamen
De-Spotify Yourself: Musik wieder selbst hosten statt nur streamen
Spotify ist bequem, aber kein Archiv. Mit Navidrome, Plex, Jellyfin und Funnel wird Musik wieder selbst verwaltet. De Spotify Yourself!
De Spotify Yourself! Ja, aber wie?
Der Ausstieg beginnt nicht mit Ideologie
Navidrome, Plex oder Jellyfin?
Funnel macht Musik unterwegs erreichbar
Android erlaubt nur ein VPN gleichzeitig
Symfonium bündelt die Musik auf Android-Smartphones
Musikdateien lokal speichern mit Symfomium kein Problem
Keine App unter iOS reicht an Symfomium heran
Aonsoku bringt Navidrome auf Windows, macOS und Linux
De Spotify Yourself: Aus der Playlist wird wieder ein Archiv
Spotify ist gut für die Entdeckung, aber schlecht als Archiv
Fazit: „De Spotify Yourself“ liefert einen guten Anlass
Der GPN24-Vortrag „De Spotify Yourself“ von j0nas befasst sich mit einem Problem, das vielen Spotify-Nutzern erst bewusst wird, wenn sie ihr Abo kündigen wollen. Der Musikdienst Spotify ist zwar bequem, aber nicht als Musikarchiv gedacht. Möglich ist lediglich der Zugriff auf die Streams. Wer seine Musik nur noch in Playlists, Likes und Empfehlungen verwaltet, besitzt aber am Ende keine Sammlung mehr, sondern nur ein weiteres Benutzerkonto.
De Spotify Yourself! Ja, aber wie?
Der Vortrag trifft diesen Punkt sehr gut, bleibt beim realen praktischen Ausstieg aber zu kurz. Exportierte Playlists und lokale Dateien sind nur der Anfang. Sinnvoll wird der Ausstieg erst, wenn daraus wieder eine Musikbibliothek entsteht, die man wirklich täglich nutzt. Sonst landet man schnell beim nächsten Dienst, weil die eigene Sammlung zwar lokal liegt, aber zu umständlich zu erreichen ist.
Dafür muss heute niemand mehr Portfreigaben am Router setzen oder sich durch Reverse-Proxy-Regeln kämpfen. Navidrome, Plex oder Jellyfin liefern die Musik aus. ScaleTail und Funnel ermöglichen den Zugriff von außen, ohne den Heimanschluss direkt öffnen zu müssen. Symfonium spielt die eigene Musiksammlung dann auf Android-Geräten unterwegs ab.
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Auch Spotify verkauft keine Musik, sondern nur den Zugriff darauf. Solange der Dienst läuft, das Konto funktioniert und der Katalog die gewünschten Titel enthält, fühlt sich das ganz normal und gut an. Steigen jedoch die Preise, verschwinden Alben oder die App wird immer stärker mit Podcasts, Hörbüchern und Empfehlungen vollgestopft, merkt man wieder, wie wenig einem davon wirklich gehört. Das sollte man sich immer mal wieder klar machen.
Spotify lizenziert Inhalte lediglich für die Nutzung im eigenen Dienst. Die Titel landen nicht als freie Dateien im eigenen Archiv. Aber erst dort wird eine eigene Musikbibliothek interessant.
Der Ausstieg beginnt nicht mit Ideologie
Niemand muss Spotify deshalb von heute auf morgen löschen. Neue Musik findet man weiterhin über Freunde, Blogs, YouTube, Bandcamp, Radio, Last.fm, ListenBrainz oder auch über Streamingdienste. Der Dienst muss nur nicht der Ort bleiben, an dem die eigene Sammlung vorhanden ist.
Musik eignet sich für Selfhosting besser als alle anderen Medien. FLAC, MP3 und ALAC benötigen keine leistungsstarke Maschine. Ein kleiner Server, ein NUC, eine Proxmox-VM oder ein Raspberry Pi reichen schon aus. Wichtiger als die Rechenleistung ist die Ordnung im Musikordner. Schlechte Tags bleiben schlechte Tags – egal, wie schnell das Gerät oder gut der Player ist, der sie abspielen soll.
Wer bei null anfängt und nur Musik sauber hosten möchte, landet schnell bei Navidrome. Der Dienst ist schlank, frei und perfekt auf private Musiksammlungen zugeschnitten. Er bringt einen eigenen Webplayer mit und kommuniziert gleichzeitig mit der Subsonic– und OpenSubsonic-Welt. Dadurch ist man nicht mehr auf einen einzigen Client zum Abspielen angewiesen.
Navidrome, Plex oder Jellyfin?
Navidrome ist aber natürlich keine Pflicht. Wer Plex oder Jellyfin ohnehin nutzt, kann Musik auch dort problemlos einbinden. Plex hat mit Plexamp einen eigenen Musikplayer und Jellyfin kann Musik ebenfalls verwalten. Für viele bleibt es die freie Komplettlösung im Heimnetz. Unter Android macht Symfonium die Serverfrage deutlich einfacher, da es Navidrome, Plex, Jellyfin und lokale Dateien in der App abspielen kann.
Für reine Musik wirkt Navidrome oft schlanker – und das zu Recht. Plex und Jellyfin sind große Medienverwaltungszentralen. Das macht sie größer, aber nicht unbedingt schlechter. Gerade im Homelab greift man meistens auf das zurück, was man ohnehin schon nutzt. Wenn Filme, Serien und Musik bereits in Plex oder Jellyfin liegen, muss man........
