Der unsichtbare Datenhandel: Wie aus deinem Alltag ein Profil wird und wie du es zurückholst
Der unsichtbare Datenhandel: Wie aus deinem Alltag ein Profil wird und wie du es zurückholst
Datenhandel ist länderübergreifend ein ernsthaftes Problem. Beim Schutz der eigenen Daten kann man sich von Fachleuten unterstützen lassen.
Wie die Informationen dorthin gelangen
Warum das mehr ist als nur lästige Werbung
Du hast beim Datenhandel mehr Rechte, als du denkst
Daten zurückholen statt nur abnicken
Daten loswerden, ohne den Papierkrieg? Jetzt mit invisiblex* starten
Standortverläufe, Werbe-IDs, Kaufgewohnheiten: Hinter den Kulissen werden deine Daten gehandelt wie eine Ware. Das eigentliche Problem mit dem Datenhandel ist nicht, dass es passiert, sondern wie wenig du davon mitbekommst und wie schwer es ist, wieder herauszukommen.
Wer eine kostenlose Wetter-App öffnet, eine News-Seite besucht oder ein Gewinnspiel ausfüllt, hinterlässt selten nur eine Spur. Im Hintergrund läuft ein ganzer Wirtschaftszweig, der genau aus diesen Spuren ein Geschäft macht. Sogenannte Databroker kaufen, bündeln und verkaufen personenbezogene Daten. Standortdaten, Geräteinformationen, ungefähres Einkommen, Interessen, Familiensituation. Aus Hunderten kleiner Bruchstücke entsteht ein erstaunlich genaues Profil, oft ohne dass die betroffene Person je bewusst zugestimmt hat.
Wie die Informationen dorthin gelangen
Der wichtigste Zulieferer für den Datenhandel ist das Werbe-Ökosystem. Viele Apps und Webseiten geben bei jedem Aufruf Datenpunkte an ein Netzwerk aus Werbepartnern weiter. Was eigentlich der personalisierten Werbung dienen soll, wird zur Datenquelle. Recherchen wie die mehrfach ausgezeichneten „Databroker Files“ von netzpolitik.org und dem Bayerischen Rundfunk haben gezeigt, wie detailliert sich aus solchen Werbedaten Bewegungsprofile rekonstruieren lassen. Dazu kommen öffentlich zugängliche Quellen, alte Datenleaks und Adresshändler, die ihre Bestände seit Jahrzehnten pflegen. Einmal erfasst, wird ein Datensatz weiterverkauft, kopiert und mit anderen Quellen verknüpft. Er verschwindet praktisch nicht mehr von selbst.
Warum das mehr ist als nur lästige Werbung
Wer hier abwinkt und sagt, ihm sei egal, welche Schuhwerbung er sieht, denkt zu kurz. Die gehandelten Daten landen längst nicht nur bei Werbetreibenden. Es ist dokumentiert, dass auch staatliche Stellen auf kommerziell gehandelte Standortdaten zugegriffen haben, teilweise an klassischen Ermittlungswegen vorbei. Geheimdienste schätzen die Aussagekraft solcher Datensätze, und auch........
