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Der Deepfake-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs

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25.04.2026

Deepfake Skandal: Wir müssen über die Gewalt an Frauen reden

Gewalt gegen Frauen – Der Deepfake-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs

Gefälschte Nacktbilder, Missbrauchsnetzwerke, Betäubungen: Frauen sind heute überall Übergriffen ausgesetzt. Wir müssen jetzt darüber sprechen, bevor der Graben zwischen den Geschlechtern noch grösser wird.

In zwei öffentlichen Telegram-Foren wurden sexualisierte Deepfakes von mindestens 14 Schweizerinnen geteilt. Alle Bilder und Videos waren gefälscht – mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI). Unter den betroffenen Frauen sind mehrere erfolgreiche Schweizer Influencerinnen. Fünf von ihnen erklärten sich bereit, dieser Redaktion davon zu erzählen. Und sie haben bei der Polizei Anzeige erstattet.

Die Recherche zeigte: Die Männer in den Telegram-Foren stammen vermutlich allesamt aus der Schweiz. Sie feuerten sich gegenseitig an, noch mehr Deepfakes herzustellen, und gaben sich Tipps, wie Fälschungen besonders gut werden. Telegram löschte nach einer Anfrage dieser Redaktion die beiden Foren – aber: Damit hört die Herstellung und Verteilung von Deepfakes nicht einfach auf.

Der bisher grösste Deepfake-Fall in der Schweiz ist nur die Spitze des Eisbergs.

Frauen waren geschockt, Männer googelten nach «Nacktbild»

In den vergangenen Wochen wurden mehrere besorgniserregende Fälle bekannt. Die deutsche Schauspielerin Collien Fernandes machte öffentlich, dass ihr Ex-Mann Christian Ulmen gefälschte Pornos in ihrem Namen an andere Männer verschickt haben soll. Er soll dies ihr gegenüber........

© Tages Anzeiger Winterthur