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„Es ist ein Geschenk, glauben zu können“

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24.09.2026

Herr Ursu, am Pfingstmontag luden katholische und evangelische Kirche zu einer Andacht in die Kathedrale ein. Wenige Tage zuvor war in der Innenstadt ein Haus eingestürzt, drei Menschen waren gestorben. Welche Bedeutung haben Kirchen in dieser Situation in einer Stadt, in der nur jeder Vierte Kirchenmitglied ist?

Es war wichtig, nach diesen dramatischen Tagen miteinander zur Ruhe zu kommen. Man hat gemerkt, dass es gut ist, dass die Kirchen da sind, sich beteiligen und Brücken schlagen. Das haben viele so wahrgenommen – und nicht alle von ihnen waren Kirchgänger.

Auch Sie waren da, in einer sicher schwierigen Situation: Wenige Tage zuvor die Tragödie, wenige Tage später der zweite Wahlgang um das Oberbürgermeisteramt. Wie haben Sie die Andacht erlebt?

Für mich ist es ein Geschenk, glauben zu können und zu dürfen. Das ist nicht jedem gegeben. Dieser innere Halt hilft mir gerade in solchen Situationen sehr. Mir hat das zusätzlich Kraft gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar.

Den angesprochenen Wahlgang haben Sie wie 2019 gegen AfD-Kandidat Sebastian Wippel gewonnen. Seine Partei stellt im Stadtrat aber die größte Fraktion. Wie gehen Sie mit der AfD in der Stadtpolitik um?

Ich spreche mit allen und behandle alle im Stadtrat gleich, weil man respektieren muss, wer gewählt wurde. Das heißt nicht, dass man die gleiche Meinung hat. Aber wir sollten miteinander reden, weil wir hier im Stadtrat nicht über die große Politik, sondern über ganz konkrete Dinge, wie die Sanierung von Schulen und........

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