Das geht ins Geld – Reichenauer Feuerwehr braucht neues Löschfahrzeug
Die Freiwillige Feuerwehr Reichenau hat im vergangenen Jahr wieder einmal ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Das wurde in der Hauptversammlung deutlich – und wird von der Gemeinde gewürdigt. Doch damit das so bleibt, sind in den kommenden Jahren Investitionen der Gemeinde nötig. Das empfiehlt der erstmals erstellte Feuerwehrbedarfsplan, den ein Fachbüro zusammen mit der Feuerwehr und der Verwaltung erarbeitet hat. Der Fachplaner für Gefahrenabwehr, Moritz Watermann, stellte den Plan im Gemeinderat vor.
Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich
Besonders dringlich ist ein neues großes Löschfahrzeug (LF). Denn das alte LF8/6 ist Baujahr 1995 – und hätte bereits vor zehn Jahren ersetzt werden sollen, so Watermann: „Ein zweites Löschfahrzeug ist dringend erforderlich.“ Er empfiehlt ein LF10 mit Allradantrieb und einem Rettungssatz als Zusatzbeladung. Bürgermeister Philipp Stolz sagte auf Nachfrage von Martin Wendt, dass die Kosten hierfür grob geschätzt im mittleren sechsstelligen Bereich liegen würden. Wobei Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden sollen. Armin Okle (Freie Wähler) empfahl zudem die Teilnahme an einer Bündelausschreibung mit anderen Gemeinden, um die Kosten etwas zu senken.
Watermann sagte, kurzfristig sei auch ein Rettungsboot für die Wasserrettung nötig, weil dies durch Überlandhilfe durch andere Feuerwehren oder DLRG nicht gewährleistet sei – vor allem im Winter. Kosten laut Bürgermeister: im mittleren fünfstelligen Bereich. Über die Notwendigkeit gab es im Gemeinderat aber unterschiedliche Meinungen, man müsse auch auf die Finanzen der Gemeinde schauen, meinten Okle und Berndt Wagner (CDU).
Festland gewinnt an Bedeutung
Der Plan empfiehlt zudem kurzfristig eine Notstromversorgung im Gerätehaus. Und langfristig – im Zuge der Erschließung des Baugebiets Lindenbühl-West – einen Feuerwehrstandort auf dem Festland. Denn um dort hinzukommen, seien die Einsatzzeiten jetzt schon zu lang, so Watermann. Er empfahl die Prüfung einer Zusammenarbeit mit der Werksfeuerwehr des Zentrums für Psychiatrie.
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