Was verdient eigentlich ein König?
Die „Privy Purse“ bezeichnet in Großbritannien die privaten Einkünfte des Königs. Doch während der Name an ein bescheidenes Portemonnaie erinnert, bewegen sich die Summen in Millionenhöhe. Der aktuelle Finanzbericht von König Charles III. gewährt Einblicke in seine Finanzen – und erstmals auch in seine Steuerzahlungen. Obwohl das Staatsoberhaupt rechtlich von der Einkommensteuer befreit ist, entrichtet der Monarch diese seit einer Vereinbarung aus den 1990er-Jahren freiwillig. Wie man jetzt weiß, überwies er seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2022 mehr als 30 Millionen Pfund (rund 34,5 Millionen Euro) an den Fiskus. Allein im Finanzjahr 2023/24 waren es 11,7 Millionen Pfund (rund 13,5 Millionen Euro), im Folgejahr stieg die Summe auf 12,9 Millionen Pfund (knapp 15 Millionen Euro).
Die neue Offenheit rührt vom Druck auf das britische Königshaus, der seit Monaten spürbar wächst. Auslöser ist der massive Skandal um den früheren Prinzen Andrew. Im Zusammenhang mit dessen Verbindung zu dem verurteilten, mittlerweile verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wird gegen Andrew Mountbatten-Windsor ermittelt. Es geht um Geheimnisverrat und Missbrauchsvorwürfe. Ein Bericht des britischen Rechnungshofs legte........
