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Warum der britische Rechtspopulist Nigel Farage plötzlich strauchelt

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26.03.2026

Nigel Farage wollte eigentlich Nähe zeigen. Geplant war ein klassischer Wahlkampfauftritt des „Reform UK“-Vorsitzenden vor den Kommunalwahlen Anfang Mai. Deshalb brach er am Anfang der Woche zu einem Spaziergang durch Felixstowe auf, einer Kleinstadt an der Ostküste Englands. Gespräche mit Bürgern waren vorgesehen. Doch es kam anders. Protestierende versammelten sich, hielten Schilder hoch. Darauf stand unter anderem: „Nigel Farage würde für Geld alles sagen.“ Die Situation war angespannt. Schließlich brach der 61-Jährige den Termin ab. „Aus Sicherheitsgründen“, hieß es später.

Bis zu den nächsten nationalen Wahlen ist der Weg noch weit

Die Szene ist symptomatisch. Noch vor wenigen Monaten lag Reform UK bei über 30 Prozent in den Umfragen und ließ den rechtsextremen Nigel Farage, der einst mit UKIP und später mit seiner Brexit-Partei den EU-Austritt Großbritanniens politisch vorantrieb, zeitweise als potenziellen Anwärter auf das Amt des Premierministers erscheinen. Doch die nächsten nationalen Wahlen finden wohl erst im Sommer 2029 statt. Und der Rückhalt für die britischen Rechtspopulisten beginnt schon wieder zu bröckeln. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage ist seine Partei inzwischen auf rund 23 Prozent........

© Südkurier