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Glutenfrei leben – worauf Zöliakie-Betroffene achten müssen

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Zöliakie ist mehr als nur eine Unverträglichkeit - und bleibt oft lange unentdeckt. Sei es im Haushalt, bei der Arbeit, im Urlaub oder im Restaurant: Betroffene müssen Gluten vermeiden und daher im Alltag eine Menge beachten. Fragen und Antworten vor dem Welt-Zöliakie-Tag an diesem Samstag.

Gluten ist ein Stoff in Getreide. „Dieses Klebereiweiß ist vorwiegend in bestimmten Getreidesorten enthalten, etwa in Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen“, sagt Birgit Terjung, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Betroffene mit einer Immunreaktion auf Gluten reagieren. Schon kleinste Mengen Gluten können dabei nach Angaben der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) eine Immunreaktion auslösen. Dadurch komme es zu einer Entzündung im Dünndarm sowie zu einer Rückbildung der sogenannten Darmzotten und damit zu einer Schädigung der Schleimhaut. „Langfristig kann die anhaltende Schädigung der Darmschleimhaut zu Nährstoffmängeln führen und das Risiko für Folgeerkrankungen wie Osteoporose erhöhen“, erläutert die Sprecherin der Organisation, Kseniya Mai.

Diese Zotten sind bis zu einen Millimeter große Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Sie seien bei Menschen mit Zöliakie durch glutenhaltige Ernährung nicht oder kaum mehr da, erklärt Gastroenterologin Terjung. „Dadurch funktioniert die Aufnahme von Nährstoffen schlechter“, sagt sie.........

© Südkurier