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„Voller Widrigkeiten“: TV-Kommissarin Rosalie Thomass über einen Krimi-Dreh am Bodensee

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23.10.2026

„Gottesgarten“ ist spannend, subtil, humorvoll, bedrückend, mit durchwegs starken Leistungen vor und hinter der Kamera. Ein begeisternder Start beim Franken-Tatort.

ROSALIE THOMASS: Wie schön, dass Sie mir das so direkt sagen. Ich kann immer nur machen, was ich selbst gut finde. Ich finde auch, dass es ein wahnsinnig schöner Film geworden ist. Ganz unabhängig davon, dass es ein Tatort ist.

Wie fühlten Sie sich, als der dramatische Schluss abgedreht war?

THOMASS: Das ist wirklich mit Abstand die interessanteste Frage, die ich zu dieser Arbeit bisher gestellt bekommen habe. Nur darf ich aber nicht spoilern, gell?

THOMASS: Ich glaube, die Figur fühlt sich in dem Moment ganz schön gebeutelt, als ob sie nach einem Rausch plötzlich nüchtern und auf dem Boden der Tatsachen gelandet wäre. Eine Entscheidung der Macher, die den Film auch warm und sinnlich macht.

Wurde diese intensive Szene am Ende der Dreharbeiten eingeplant?

THOMASS: Nein, darauf kann man keine Rücksicht nehmen, das benötige ich aber auch nicht. Ich sage im Scherz immer: „Ich bin ja schließlich vom Fach.“ Mich kann man nachts um drei Uhr aus dem Bett klingeln und sagen, dass wir sofort loslegen müssen. Ich habe immer alles vorbereitet und bin allzeit bereit. Ich habe das Werkzeug, um einerseits tief in eine Rolle reinzugehen und andererseits aus finsteren Tälern auch wieder aufzusteigen, damit ich als Privatperson stabil und fröhlich sein kann.

Sind Sie mit dem Ritual........

© Südkurier