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Enttäuscht, dass sie „den Söder“ nicht getroffen haben – Klassenfahrt in den Bayerischen Landtag

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24.06.2026

Bloß keine Hemmungen. „Die erste Frage ist immer am schwierigsten“, sagt Anja Sieber und blickt in die ratlosen Gesichter von 33 Schülerinnen und Schülern. Wann hat man schon die Gelegenheit, mit Abgeordneten aus dem eigenen Stimmkreis ins Gespräch zu kommen? Gut, nicht mit allen Fraktionen. Im Weiße-Rose-Saal im Bayerischen Landtag sollten eigentlich fünf Abgeordnete sitzen. AfD und SPD haben sich abgemeldet. Termine, Verpflichtungen und so.

Also nehmen die Zehntklässler des Joseph-Bernhart-Gymnasiums Türkheim (Unterallgäu) mit drei Politikern vorlieb. CSU, Freie Wähler und Grüne. Eine Stunde lang sollen sie diskutieren – und vielleicht auch ein bisschen die Wogen glätten. Zwischen ihnen, den Jungen, und „denen da oben“, wie es ein Schüler später formulieren wird. „Eure Chance“ wiederholt Anja Sieber, Leiterin des Referats für Besucher und politische Bildung. Der 16-jährige Hamza hebt die Hand.

Sechs bis sieben Schulklassen besuchen jede Woche den Bayerischen Landtag

Rund 11.000 Jugendliche nehmen jedes Jahr an den Bildungsprogrammen des Landtags teil. Jede Woche empfängt das Team von Sieber im Maximilianeum bis zu sieben Schulklassen. Sie kommen von überall aus dem Freistaat, um das „Herzstück“ der Demokratie, das Parlament, von innen zu sehen. Der Ablauf ist immer gleich. Ein........

© Südkurier