Maxim Mehmet, warum gucken die Leute eigentlich so gern die Friesland-Krimis?
Herr Mehmet, tragen Sie neuerdings Bart? Als Henk Cassens in den Friesland-Krimis sind Sie immer rasiert.
MAXIM MEHMET: Ich glaube, Henk würde vielleicht sogar auch einen Bart tragen, aber bisher durfte er das nicht. (lacht)
Der 20. Fall im ZDF, es ist bereits der 25. in der Reihe. Wurde nach Drehschluss gefeiert?
MEHMET: Das weiß ich gar nicht mehr, das ist ja schon gut eineinhalb Jahre her. (lacht) Aber vor Kurzem wurde die Folge anlässlich des Jubiläums in Leer in drei Kinosälen gezeigt, alle Vorstellungen waren ruckzuck ausverkauft und der Bürgermeister hat uns eingeladen, um uns ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Es gab eine schöne Rede, Tee und Butterkuchen – das war sehr feierlich.
Sie stammen aus Hessen, hören sich aber schon ein bisschen an wie ein Ostfriese.
MEHMET: Stimmt, jetzt habe ich es gerade selber gehört. (lacht) Die neun Jahre, die ich dabei bin, sind offenbar nicht spurlos an mir vorübergegangen. Ich mag den Leeraner Dialekt sehr und ich hoffe, dass ich ihn einigermaßen glaubhaft rüberbringen kann. In Deutschland müssen Schauspieler vor allem Hochdeutsch können, aber natürlich kann man sich Akzente und Dialekte aneignen. Ich habe in „Der Tote im Eis“ einen Bergführer gespielt, der einen sehr derben Tiroler Dialekt hatte – das zu drehen, war eine große Freude, weil die Sprache auch immer etwas macht mit den Figuren. Es ist ein tolles Instrument, das im deutschen Fernsehen meiner Meinung nach aber zu selten genutzt wird.
Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an den Friesland-Krimis?
MEHMET: Erstens sind das die Figuren. Die Konstellation ist einzigartig mit diesem grantigen Chef, den zwei Ermittlern und den schrulligen Nebenfiguren, die in den Zuschauern im besten........
