Mords-Theater in der Stadthalle und das Publikum darf miträtseln
Frau Kracht, viele kennen Sie noch aus der Verfilmung „Die Buddenbrooks“ oder als aufmüpfige Schwiegertochter aus der Serie „Diese Drombuschs“. Ihre Rollen haben sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert – von der jungen Tochter bis hin zu anspruchsvollen Charakterrollen. Wie schwer war es für Sie, sich von diesem frühen Image zu lösen, und wann hatten Sie das Gefühl: Jetzt werde ich als Schauspielerin wirklich anders wahrgenommen?
MARION KRACHT: Viele meiner Kolleginnen und Kollegen aus der Serie sind inzwischen verstorben oder arbeiten nicht mehr. Für mich gab es keinen wirklichen Wendepunkt, ich habe von klein auf als Schauspielerin gearbeitet und meine Rollen haben sich mit mir weiterentwickelt.
Wie hat sich Ihr Beruf verändert? Muss man heute, gerade mit Blick auf Social Media, auf mehreren Ebenen Präsenz zeigen?
MARION KRACHT: Grundsätzlich reicht es, eine gute Schauspielerin oder ein guter Schauspieler zu sein. Aber ja, die Präsenz in den sozialen Medien ist inzwischen trotzdem fast unerlässlich. Auch ich bin mittlerweile auf Instagram, obwohl ich das eigentlich nie wollte. Doch das gehört heute leider dazu. Schwierig finde ich, dass die Sichtbarkeit in den sozialen Medien überhaupt nichts über die eigentliche schauspielerische Leistung aussagt, sondern vielmehr davon abhängt, wie man sich positioniert. Manche werden über diese Kanäle zum Star, was ich bedenklich finde. Schließlich hat das nichts mit unserem Beruf zu tun.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Kolleginnen in........
