Zwischen Wunden lecken und Wut: An der SPD-Basis in Waldshut-Tiengen brodelt es ordentlich
Das schlechte Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl treibt die Akteure an der Basis massiv um. Vor allem ist der Unmut augenscheinlich groß und es brodelt an der Basis ganz erheblich. Das wurde einerseits bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Waldshut deutlich. Aber auch der Vorsitzende der SPD Tiengen, Dieter Flügel, macht seiner Verärgerung jetzt in einer Pressemitteilung Luft. Vor allem kritisieren die SPD-Vertreter aus der Doppelstadt die Defizite ihrer Partei auf Landes- und Bundesebene, die die Bemühungen der Leute an der Basis häufig erheblich beeinträchtigen.
SPD Tiengen: Geduld der Basis ist aufgebraucht
„Die Enttäuschung ist groß. Das Vertrauen schwindet – nicht nur bei Wählern, sondern auch in den eigenen Reihen.“ So fasst der Tiengener SPD-Ortsverbandsvorsitzende Dieter Flügel die aktuelle Stimmung an der Basis in einer Pressemitteilung zusammen. Die Geduld sei aufgebraucht, die Krise der SPD „längst keine Momentaufnahme mehr“, sondern Folge von Führungsschwäche und dem Aufschieben von Problemen, anstatt diese zu lösen, kritisiert Flügel.
Die Schwäche seiner Partei trete laut Flügel vor allem bei Zukunftsthemen wie dem demografischen Wandel oder der Gesundheitsversorgung offen zutage. Auch wenn das Ergebnis bei der Rente wie auch im Gesundheitswesen längst an Grenzen stoße, belasse es die SPD selbst in Regierungsverantwortung dabei, kleine Korrekturen, nicht aber die notwendigen strukturellen Reformen vorzunehmen.
Doch „die eigentliche Schwäche der SPD“ liege nach Flügels Einschätzung noch sehr viel tiefer: „Sie hat den Mut zur klaren........
