Ist die neue Grundsicherung gerechter als Bürgergeld? So kommen die strengeren Sanktionen an
Das Bürgergeld steht nach über drei Jahren kurz vor dem Aus. Ab dem 1. Juli 2026 soll stattdessen die Grundsicherung für Arbeitsuchende und mit ihr das „Grundsicherungsgeld“ schrittweise in Kraft treten. Das hat der Bundestag Anfang März 2026 beschlossen.
Neben dem neuen Namen kommen auf die knapp 5,5 Millionen Leistungsbezieher weitere Änderungen zu. Neben einem Wegfall der Karenzzeit beim Schonvermögen und einer gedeckelten Übernahme der Mietkosten haben vor allem die geplanten härteren Sanktionen für Empfänger der Sozialleistung in den vergangenen Monaten für viele Diskussionen gesorgt. Dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung die Verschärfung der Sanktionen gutheißt, zeigen verschiedene Umfragen.
Neue Grundsicherung: Welche strengeren Sanktionen kommen auf Empfänger zu?
Insgesamt soll die neue Grundsicherung die Pflichten der Leistungsbezieher stärker in den Fokus rücken, informiert der WDR. Wer sich nicht an die Pflichten hält, muss mit Sanktionen rechnen. Im Rahmen der Bürgergeld-Reform werden laut dem Bundestag zahlreiche Regeln des Zweiten Buches des Sozialgesetzbuchs (SGB II) grundlegend geändert. Die Bundesregierung nennt in einem Überblick der konkreten Änderungen in Bezug auf strengere Sanktionen die folgenden Punkte:
Pflichtverletzung: Unter anderem müssen Empfänger des Grundsicherungsgeldes zukünftig mit einer stärkeren Kürzung rechnen als bislang, wenn sie eine Fördermaßnahme abbrechen oder sich nicht bewerben. Der Regelbedarf kann um 30 Prozent für jeweils drei Monate gemindert........
