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Die Frauen-Frage im Schloss Bellevue

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08.08.2026

Ilse Aigner dürfte schon schönere Sommer erlebt haben als diesen. Während das halbe Land in die Sommerferien verschwunden ist, muss sie Schritt für Schritt das Laufen neu erlernen. Die bayerische Landtagspräsidentin wurde am Knie operiert und pendelt derzeit in der Reha zwischen Visite und Physiotherapie. „Ich schaue am besten gar nicht zum Fenster hinaus. Aber das lässt sich jetzt nicht ändern“, sagt sie. „Die Operation musste sein, es wird ja nicht besser.“ Dass Aigner womöglich ein weit größerer Schritt bevorsteht als nur der auf dem Klinik-Flur, weiß mittlerweile die halbe Republik. Ihr Name wird seit Monaten gehandelt, wenn es darum geht, wer die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernehmen könnte. Sie selbst schweigt dazu und im Kandidatinnen-Topf sind ohnehin auch weitere Namen. Doch um Personen geht es inzwischen nur noch am Rande. Entscheidender ist in der Debatte das Geschlecht: Eine Frau soll es sein, heißt es vehement von allen Seiten und über Parteigrenzen hinweg. Selbst von jenen politischen Spitzenkräften, die in der Vergangenheit weniger durch feministische Thesen aufgefallen waren.

„Man hat sich ja festgelegt, dass dieses Mal eine Frau Bundespräsident werden soll“, behauptete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder jüngst gar im ARD-Sommerinterview. Doch auch wenn der öffentliche Eindruck entstanden sein könnte: Eine solche fixe Festlegung gibt es nicht. Das machte zuletzt noch einmal der neue Chef der Unionsfraktion, Thorsten Frei, deutlich. Auch ein Mann komme durchaus in Betracht, meinte er gar.........

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