Pflegereform 2027: Warum Sie einen Pflegegrad jetzt noch schnell beantragen sollten
Mit einer viel diskutierten Pflegereform sollen die unter Druck stehenden Pflegeversicherungen ab 2027 finanziell entlastet werden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hofft bis 2030 auf Einsparungen von mehr als 20 Milliarden Euro, wie die Tagesschau berichtete. Dafür sollen unter anderem die Beiträge für Versicherte erhöht und Leistungen für Pflegebedürftige eingeschränkt werden. Zudem dürften die Hürden für den Erhalt eines Pflegegrads größer werden. Der Sozialverband VdK empfiehlt daher Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind, bisher aber noch keinen Pflegegrad beantragt haben, dies möglichst zeitnah zu tun.
Pflegereform 2027: Welche Änderungen sind bei den Pflegegraden geplant?
Der Referentenentwurf des BMGs zum Pflegeneuordnungsgesetz sieht unter anderem eine Neuausrichtung bei der erstmaligen Feststellung einer Pflegebedürftigkeit vor. Zentral für dieses Verfahren ist die Einstufung in einen Pflegegrad von 1 bis 5, der die Schwere der Beeinträchtigung ausdrückt, informiert das BMG. Die Zuerkennung eines Pflegegrads erfolgt auf Grundlage einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Dabei wird die Selbstständigkeit der betroffenen Person in sechs verschiedenen Lebensbereichen mithilfe eines Punktesystems bewertet. Die Gesamtpunktzahl entscheidet darüber, in welchen Pflegegrad man eingestuft wird. Je höher der Pflegegrad ausfällt, desto größer ist........
