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30 Prozent Ernteverlust und steigende Heupreise fordern Landwirte am Bodensee

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03.10.2026

Sonja und Andreas Straub bewirtschaften auf dem Negelhof südöstlich von Bonndorf 140 Hektar Land, vor allem für die Versorgung der 180 Milchkühe und insgesamt 450 Tiere. Schon immer gebe es gute und schlechte Jahre, sagt die Landwirtin, die auch für die CDU im Überlinger Gemeinderat sitzt. Doch „so extrem war es noch nie“. Rund ein Viertel weniger Heu habe man aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr eingefahren, schätzt sie. „Wir haben ein bis zwei Schnitte weniger gemacht als üblich.“

Entsprechend muss der Hof mehr zukaufen. Das verursache Zusatzkosten, so Straub, sei aber im Prinzip kein Problem. Denn etliche Landwirte, die ihre Tierhaltung aufgegeben hätten, machten nach wie vor Heu für andere. „Insgesamt müsste es im Markt genug Heu geben“, glaubt Sonja Straub. Dünn sei es dagegen beim Körnermais, dem Energiefutter für den Winter. Die Maisernte war schlecht, es wurde alles zu Silomais verarbeitet. „An Körnermais haben wir praktisch nichts“ – was anderen Landwirten ähnlich gehen dürfte.

Maisernte in Ordnung, Heuernte nicht

Simon Martin vom Owinger Hohreutehof schätzt seine Einbußen „gegenüber normalen Jahren“ auf rund 20 Prozent. Wobei der Mais noch vergleichsweise gut mit der Trockenheit klargekommen sei. Als........

© Südkurier