Zwischen Trump und Europa: Giorgia Melonis Drahtseilakt
Bis zum Mittwoch war es ein Rätsel, ob Giorgia Meloni zum Weltwirtschaftsforum in Davos reisen würde. Die Anwesenheit des mächtigsten und unberechenbarsten Politikers der Welt, US-Präsident Donald Trump, sprach für einen Besuch der italienischen Ministerpräsidentin. Die 49-Jährige wollte aber Berichten zufolge darauf verzichten, in die Schweiz zu kommen. Als persönliche Freundin des US-Präsidenten, der Meloni in der Vergangenheit immer wieder in höchsten Tonen gelobt hatte, wäre sie Trump in Davos einige Antworten schuldig gewesen.
Meloni befindet sich bereits seit Längerem in einer außenpolitischen Zwickmühle. Einerseits verfügt die Rechtsaußenpolitikerin über einen privilegierten Zugang zum US-Präsidenten, der sie auch für die EU-Partner interessant macht. Andererseits ist das EU-Machtgefüge für Italien ein lebensnotwendiger wirtschaftlicher und politischer Anker, den die Ministerpräsidentin........
