menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

„Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan“: Trump wütet gegen den Papst

14 0
13.04.2026

Für seine erste große Reise hatte sich Papst Leo XIV. eigentlich anderes vorgenommen. Seit Montag ist er für zehn Tage in Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Im Mittelpunkt stehen sollten die Begegnung mit den Katholiken vor Ort, der interreligiöse Dialog und soziale Fragen. Dann aber postete US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Montag einen nie dagewesenen verbalen Angriff auf den Papst.

Leo XIV. sei „schwach im Umgang mit Kriminalität und eine Katastrophe in der Außenpolitik“. Er „sollte sich als Papst zusammenreißen, seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, aufhören, der radikalen Linken nach dem Mund zu reden, und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein, kein Politiker“, wütete Trump auf seiner Plattform Truth Social. In solchem Ton hat sich noch kein Staatschef an das Oberhaupt der katholischen Kirche gewendet.

Der Konflikt zwischen dem Vatikan und dem Weißen Haus schwelt schon länger

Der Papst sollte ihm dankbar sein, fügte Trump hinzu. „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.“ Der 70-Jährige „stand auf keiner Liste der Papstkandidaten und wurde von der Kirche nur deshalb draufgesetzt, weil er Amerikaner war und man dachte, das wäre der beste Weg, um mit Präsident Donald J. Trump umzugehen“,........

© Südkurier