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Ohne Handy ins neue Schuljahr: Am Schulverbund Nellenburg gilt jetzt ein Smartphone-Verbot

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21.10.2026

Handy aus, Kopf an – so lautet der Slogan, den der Schulverbund Nellenburg gemeinsam mit seiner neuen Kampagne zu Beginn des Schuljahres öffentlich gemacht hat. Die Handys der Schüler müssen ab jetzt nicht nur ausgeschaltet, sondern tatsächlich dem Klassenzimmer fernbleiben. Dafür hat die Schule kleine Holzspinde eingerichtet, in denen jeder Schüler sein eigenes Fach hat. Das Smartphone wird also vor der ersten Stunde abgegeben, eingeschlossen und erst zum Ende des Unterrichts wieder aus dem Schrank geholt.

Schüler filmten Mobbing und Demütigungen

Warum sich der Schulverbund für diesen Schritt entschieden hat, erklärt Schulleiterin Beate Clot – und muss dafür ein bisschen ausholen. Denn die neue Regel fußt auf verschiedenen Gründen, die allesamt auf die Entscheidung eingewirkt haben. „Wir hatten hier vorher die Regel, dass die Handys ausgeschaltet und nicht sichtbar getragen werden sollen. Fakt ist aber, dass das nicht passiert ist“, erklärt sie. „Die Handys wurden mitgenommen, in die Pausen, auf die Toiletten, es wurde auf dem Schulgelände gefilmt, TikTok-Challenges wurden gemacht – und der Fokus der Schüler lag überhaupt nicht mehr auf dem Unterricht.“

Eben dieses Filmen habe zum Teil auch problematische Ausmaße angenommen. So hätten Schüler unter anderem Opferkreise gebildet, andere Mitschüler gedemütigt und das Ganze gefilmt. Ein Mädchen habe außerdem zum Beispiel ein Video von sich, in dem sie eine Mitschülerin verbal fertigmachte, online gestellt. Nur zwei Beispiele von vielen.

Im SÜDKURIER-Gespräch mit drei Schülern erzählt auch Laura aus der achten Klasse, dass sie sich nicht immer wohlgefühlt........

© Südkurier