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Energiewende in Konstanz: „Wir müssen nicht erpressbar durch globale Akteure bleiben“

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Draußen ist es sommerlich. Warum sollten wir uns jetzt mit dem Heizen beschäftigen?

HEUBLEIN: Einerseits werden wir ohne Wärmewende unsere Klimaschutzziele nie und nimmer erreichen, das ist der Bereich, wo wir die meisten Emissionen einsparen können. Andererseits merken wir seit dem Ukraine- und jetzt verstärkt seit dem Irankrieg, dass wir unabhängiger werden müssen. Wir haben seit 2021 eine Verdopplung der Gaspreise gesehen, zwischenzeitlich waren sie noch höher. Und schließlich ist es eine Frage der lokalen Wertschöpfung, die wir durch die Gewinnung erneuerbarer Energien hier vor Ort ermöglichen.

APPEL: Die nächsten Winter kommen bestimmt, und die Wahl der neuen Heizung sollte gut überlegt sein.

Die Stadt Konstanz will 2035, in nur neun Jahren, weitgehend klimaneutral sein. Was wird sich bis dahin in der Beheizung unserer Gebäude ändern müssen?

HEUBLEIN: Als Nutzerin oder Nutzer wird man im Idealfall gar nichts davon merken, weil es genauso warm wird wie zuvor. Wo man etwas merken wird, ist: Wir werden unabhängiger von Preisschwankungen. Denn wir erzeugen den Großteil unserer Wärme mit Wärmepumpen, teils klein und dezentral, teils groß und oft unter Nutzung von Seewärme.

Gordon Appel, Lorenz Heublein und ein wichtiger Termin

Gordon Appel (47) ist seit 2024 Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz, wo der Diplom-Wirtschaftsingenieur seit 2013 arbeitet. Als Experte für die Energiewende koordiniert er unter anderem den Aufbau von Wärmenetzen. Lorenz Heublein (38) arbeitet seit 2015 bei der Stadt und ist aktuell Vize-Chef des Konstanzer Klimaschutzamts. Dort koordiniert der Umweltwissenschaftler Projekte zur Reduktion von CO2-Emissionen und fördert nachhaltige Stadtentwicklung.

„Zukunft Wärme“ heißt eine Infoveranstaltung von Stadt und Stadtwerken am Mittwoch, 10. Juni, im Bodenseeforum (Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 18.30 Uhr). Nach Vorträgen ist viel Zeit für........

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