Musikalisches Verwöhnprogramm mit Stücken für jeden Geschmack
Einfach schön – so lautet das musikalische Leitmotiv des diesjährigen Frühjahrskonzerts der Stadtkapelle Markdorf. Und Dirigent Reiner Hobe zeigt sich überzeugt, dass die dafür von ihm ausgewählten Stücke allesamt gut ankommen werden. Dank seiner langjährigen Konzerterfahrung habe er eine klare Vorstellung davon, was den Zuhörern gefalle.
Ausflug in die Appalachen
Und seinen Musikern habe die Auswahl auch sehr gut gefallen. „Wir spielen ein breites Programm, in dem jeder etwas findet, was einfach nur noch mehr begeistert.“ So wie etwa „Yorkshire Ballad“ von James Barnes. Für Reiner Hobe gehört die Komposition mit ihren teils getragenen, teils lebhaften Passagen in die oberste Riege der Blaskapellen-Musik.
Ähnlich großen Anklang findet die „Appalachian Ouverture“, ein Stück, das, ähnlich wie Antoni Dvoráks 9. Sinfonie, an manchen Stellen mit der Rhythmik und Pentatonik der Musik der amerikanischen Ureinwohner spielt. Da deutet sich durchaus der Wunsch nach mehr Einklang von Mensch und Natur an.
Die Stadtkapelle wird am Samstag, 25. April, 19 Uhr, in der Stadthalle beim Frühjahrskonzert folgende Stücke spielen: „Appalachian Ouvertüre“, „Yorkshire Ballad“, „Die Welt des Charles Chaplin“, „My Dream“ (Flügelhornsolo von Benedikt Vahlensiek), „Im Weißen Rössl“, „Coldplay in Symphoniy“, „Fly me to the Moon“ (Gesangssolo von Sabine Herzog), „Blood Sweat and Tears“, „What a Wonderful World“ (Gesangssolo von Sabine Herzog), „Bohemian Rhapsody“, „Sympatria“. Der Eintritt ist frei.
Das passt zu dem, was Sabine Herzog später singt, wenn sie in Louis Armstrongs „What a Wonderful World“ das Bild von grünen Bäumen, rot blühenden Rosen, blauem Himmel und sich freundlich zulächelnden Menschen ausmalt.
„Frauenstimmen kommen immer ganz besonders gut an“
Ja, unbeschwert und heiter soll es zugehen, unterstreicht Reiner Hobe. „Das Publikum soll den Abend einfach nur genießen.“ Deshalb habe er sich bewusst dazu entschieden, beim Blasorchester-Konzert auch zwei Gesangsstücke ins Programm aufzunehmen. „Und Frauenstimmen“, so weiß er, „kommen immer ganz besonders gut an.“
Chaplins kaum bekannte Seite
Die Zeiten seien aktuell schwierig genug, findet Hobe. Umso wichtiger seien positive Akzente. Beispielsweise mit Stücken wie „Im weißen Rössl“, „Fly me to the Moon“ – bei dem Sabine Herzog ein weiteres Mal singen wird – oder „My Dream“, bei dem Flügelhornist Benedikt Vahlensiek ein Solo spielen wird. Völlig ausgeblendet wollte Dirigent Hobe die derzeitige Weltlage aber nicht.
Beim Frühjahrskonzert scheine sie kurz auf, wenn die Stadtkapelle einen Ausflug in „Die Welt des Charles Chaplin“ macht. „Was die allerwenigsten wissen“, erklärt Hobe, „Chaplin war auch ein begnadeter Komponist, der seine Filmmusiken selbst geschrieben hat“.
Etwa das berühmte „Smile“ aus „Modern Times“ oder die Szenenmusik zum „Großen Diktator“. „Das sind geniale Stücke“, schwärmt Reiner Hobe vom Tonkünstler Charles Chaplin, dessen filmisches Werk uns noch immer zum Nachdenken bringe.
Vorbereitung auf Südtirol
Breit angelegt sei das Programm. Schließlich soll die Auswahl des Orchesters durch das kommende Halbjahr tragen. Es enthält Musik, die die Stadtkapelle bei ihren kommenden Auftritten spielen wird. Sei es beim 225-Jahres-Jubiläum des Musikvereins Immenstaad, beim Friedrichshafener Seehasenfest – oder daheim im Innenhof des Bischofschlosses.
Und ein wenig glänzen möchte Dirigent Hobe auch mit seinen Musikern, wenn die Stadtkapelle am Christi-Himmelfahrt-Wochenende nach langen Jahren wieder eine Konzertreise unternimmt – nach Natz in Südtirol. „Dort spielen die Blasmusiker auf ziemlich hohem Niveau“, erklärt der Stadtkapellen-Leiter, „da müssen wir uns ganz besonders anstrengen“ – gerade bei Musik, die einfach schön ist.
Jörg Büsche Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis
88677 Markdorf Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis
Frühjahrskonzert Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis
