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Die äußerst scheuen Wasserbüffel vom Gehrenberghang

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08.09.2026

Der Ast war denkbar überflüssig. Albin Ströbele hatte den nach dem Übersteigen des Weidezauns vom Boden aufgeklaubt. „Nur zum Beeindrucken“, erklärt der Naturschützer vom Markdorfer BUND-Ortsverband. Denn richtig erwehren müsse man sich der hier weidenden Wasserbüffel ganz sicher nicht. Der Ast diene allenfalls dazu, gegebenenfalls allzu neugierige Tiere auf Abstand zu halten. Abstand halten die Rinder mit ihren mächtigen, nach hinten gebogenen Hörnern ganz von selbst. Sobald sie der Besucher auf ihrer Sommerweide am Rand des Gehrenbergwaldes ansichtig geworden sind, nehmen sie Reißaus – und das in unerwartet hurtigem Galopp.

Büffel statt Hochlandrinder

Die Paarhufer sollen für mehr Artenvielfalt sorgen. Für mehr Amphibien, Insekten, Kleinsäuger, Vögel und Fledermäuse, hat es auf dem Informationsschild geheißen. Dort ist noch von Schottischen Hochlandrindern die Rede. Inzwischen weiden hier Wasserbüffel. Nicht jene aus den TV-Tierfilmen so vertrauten ganz großen Exemplare, sondern eine weit weniger massige Art. Doch auch die walken mit ihren breiten Hufen das abschüssige Gelände in dem „Ilgen“ genannten Bereich gehörig durch. Obendrein hinterlassen sie auch recht tiefe Mulden, überall wo sie sich im Schlamm gewälzt haben – um sich lästiger Bremsen und anderer Insekten zu entledigen.

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© Südkurier