Stiefvater missbrauchte Ziehtochter: Das Opfer leidet bis heute
Was ein sexueller Missbrauch bei Kindern anrichtet, wurde aus dem Opferbericht einer heute etwa 30-Jährigen deutlich, der im Rahmen einer Gerichtsverhandlung vor dem Singener Amtsgericht von Richterin Daniela Krack verlesen wurde. Vor Gericht stand der Stiefvater aus dem Hegau, der sich in vier Fällen des sexuellen, auch schweren Missbrauchs des Kindes und der späteren Jugendlichen verantworten musste. Sein Geständnis bewahrte ihn vor einer Haftstrafe und ersparte dem Opfer eine Vernehmung vor Gericht.
Das wäre der Stieftochter wohl auch nicht möglich gewesen: Wie die ermittelnde Kriminalhauptkommissarin berichtete, sei sie massiv traumatisiert und könne kaum über das Erlebte sprechen. Besonders schwer wiegt für das Opfer der Vertrauensbruch: Der Stiefvater kam laut dem Opferbericht in die Familie als sie vier Jahre alt war, ersetzte ihr den Vater und sie nannte ihn „Papa“. Der leibliche Vater kümmerte sich nicht. Im Alter von neun Jahren fand 2005 der erste Missbrauch statt, drei weitere in den Folgejahren bis etwa 2011. Die Mutter sei oft abwesend gewesen, habe viel gearbeitet: Ein Missbrauch ereignete sich während eines längeren Klinikaufenthaltes.
Wesentliches Kriterium für die Aussetzung zur Bewährung sei das Vorliegen einer........
