Mehr Sonnenschein als im März 2026 gab es in fast 60 Jahren erst dreimal
Mit Frühlingsvollgas in den ersten beiden Dekaden und einer winterlichen Witterung in der letzten Woche zeigte sich der Bad Säckinger März gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,6 Grad zu warm. Der dritte Monat des Jahres war 22,5 Liter pro Quadratmeter zu trocken und mit einem Sonnenscheinüberschuss von 64,5 Stunden war es der viertsonnigste März seit 1966, als die Messungen in der Wetterstation Bad Säckingen aufgenommen wurden.
Zwei Hochs sorgen zu Beginn des Monats für viel Sonnenschein und hohe Temperaturen
Nach 0,6 Litern pro Quadratmeter Regen in der Nacht zum 1. März gab es einen fulminanten Start in den ersten Frühlingsmonat. Eine Hochdruckbrücke mit den Hochs „Iackl“ und „Jannis“ sorgte mit viel Sonnenschein für ein für die Jahreszeit weit überdurchschnittliches Temperaturniveau. In den sternenklaren Nächten sank die Temperatur jedoch mit leichtem Bodenfrost bis auf den Gefrierpunkt.
Ab dem 4. gesellte sich sogar noch Saharastaub hinzu, was den Himmel teilweise etwas „milchig“ erscheinen ließ. Nachdem in der ersten sehr sonnigen und 2,4 Grad zu warmen Dekade gerade einmal 0,6 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen war, stellte sich die Wetterlage am 11. mit Tief „Fritaun“ um. Am 11. und 12. März fielen 12,4 Liter pro Quadratmeter Regen und am 14. kam es mit länger anhaltendem Regen zu einem Temperatursturz. So sank die Temperatur von Mitternacht bis zum Nachmittag von 11 Grad auf 1,8 Grad ab.
Somit war die erste Bad Säckinger Märzhalbzeit 1,5 Grad zu warm, mit 34,8 Liter pro Quadratmeter fiel 45 Prozent des normalen Märzniederschlages und die Sonne schien an 124 Stunden schon 78 Prozent des Solls. Zum Start in die zweite Märzhälfte kehrte das Frühlingswetter zurück, wobei in der sternenklaren Nacht auf den 16. die Temperatur auf minus 0,9 Grad sank. Die Hochs „Lukas“ und „Max“ sorgten bis zum 25. für freundliches und mildes Frühlingswetter. Bereits am 20. März wurde die normale März-Sonnenscheindauer übertroffen, und bis auf einen kurzen Schauer am 22. mit 0,2 Liter pro Quadratmeter Regen blieb es trocken.
Gegen Monatsende gibt es die tiefsten Temperaturen des ganzen Monats
Auf den Bilderbuchfrühling folgte am 25. begleitet von Windböen um 60 Kilometer pro Stunde ein Wintercomeback. Mit dem ersten Märzschneefall wurde die Landschaft am 25. leicht überzuckert und nach einer sternenklaren Nacht sank die Temperatur am Morgen des 28. mit minus 3,4 Grad auf die tiefste Temperatur des Monats, was die früh blühenden Obstbäume eiskalt erwischte. Bis zum Monatsende blieb es bei dem wechselhaften, jedoch frostfreien Aprilwetter.
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