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50 Jahre verbandelt: Niedereschacher Patenkompanie präsentiert sich mit einer Waffenschau

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02.04.2026

Stolze 50 Jahre, ein halbes Jahrhundert lang besteht nun schon die Patenschaft der Gemeinde Niedereschach mit der 4. Kompanie des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen, und dieser Anlass wurde am vergangenen Dienstag diese Jubiläum in und rund um die Eschachhalle gebührend gefeiert.

Den zahlreichen Besuchern wurde bereits am frühen Nachmittag eine beeindruckende Fahrzeug- und Waffenschau auf dem Hallenvorplatz wie auch in der Eschachhalle geboten, bei der sie die Einsatzfahrzeuge der Kompanie mit dem Transportpanzer Fuchs oder Boxer innen und außen besichtigen konnten, dazu sämtliche Handwaffen und, von den Jugendlichen besonders bestaunt, dem Stand mit den verschiedenen Arten von Drohnen.

Ein Shuttle-Dienst führ Interessierte sogar hoch zum ehemaligen Deponiegelände an der Dauchinger Straße, wo die Fahrer der Boxer-Panzerfahrzeuge die „Geländegängigkeit“ ihrer zivilen Passagiere austesteten. Leider, und da war die Enttäuschung bei etlichen Kindern und Jugendlichen groß, erst für Mitfahrer ab 18 Jahren.

 Als Höhepunkt des Jubiläumsfestes fand um 15 Uhr die feierliche Kompanieübergabe auf dem Vorplatz der Eschachhalle statt, musikalisch umrahmt von den Musikern der vier Musikvereine der Gesamtgemeinde unter der Leitung des Dirigenten der Schabenhausener Musik- und Trachtenkapelle Rainer Kopf, die auch den anschließenden Festakt in der Halle musikalisch gestalteten.

Letztmalig hieß der bisherige Kompaniechef Major Hagen Fetzer seine Soldaten und Soldatinnen „Stillgestanden“, verbunden mit einem ausführlichen Rückblick auf seine drei Jahre Cheftätigkeit mit großen Herausforderungen wie dem KFOR-Einsatz 2024 im Kosovo. Er unterstrich die herausragende Qualität seiner Mannschaft, absolut verlässlich auch in stürmischen Zeiten. „Ich hätte mir keine andere Einheit gewünscht, mit der ich in den Einsatz hätte gehen wollen“.

Damit hat die Patenkompanie geholfen

Im Gegenzug betonte Bürgermeister Martin Ragg in seiner Laudatio auf den scheidenden Kompaniechef, dass bei Major Fetzer von Anfang an deutlich zu spüren gewesen, dass es ihm ein besonderes Bedürfnis war, diese Patenschaft weiter zu vertiefen. So habe er immer wieder die Hilfe seiner Einheit angeboten, sei es bei der Herstellung wichtiger Teile des Niedereschacher Kulturpfades, dem Entfernen des giftigen Bärenklaus oder der Hilfe bei der Neugestaltung der Außenanlage des Niedereschacher Kindergarten, der Schaffung von Wanderwegen, dem Streichen der Bruder-Konrad-Kapelle bis hin zu Reparaturen von Ruhebänken sowie der Mithilfe bei zahlreichen großen Festen. Auf der  anderen Seite habe die Kompanie ihre Patengemeinde mit Vorträgen und Informationsveranstaltungen immer teilhaben lassen an ihren Auslandeinsätzen.

Neuer Kompaniechef stellt sich vor

Die Übergabe der Patenkompanie an den Nachfolger, Major Vadim Lorenz erfolgte in feierlichem Rahmen durch den Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Oliver Kästner, der gleich zu Beginn seiner Ausführungen eingestehen musste, dass er schon einiges erlebt habe, aber so wie hier in Niedereschach, in einem Rahmen mit seinen Soldaten, umringt von den vier Musikkapellen, den Bürgern der Patengemeinde, das sei absolut neu für ihn, und das spreche für sich: „Weiter so, führen sie diese Patenschaft als ein Fels im Sturm des Wandels fort“, lautete sein Appell. Dass dies kein bestimmt kein Problem sein dürfte, dafür kenne er den Nachfolger und neuen Kompaniechef Vadim Lorenz nur zu gut. Auch er sei in Niedereschach kein Unbekannter, da er bisher die 2. Kompanie geführt habe und auch mit Major Fetzer den HFOR-Einsatz gemeistert habe. „Ich kann mir kaum jemand besseren vorstellen als Nachfolger wie Major Lorenz“, lautete seine Botschaft an die Patengemeinde.

Das blaue Schultertuch

Viele Bürger fragten sich, was et mit dem blauen Schultertuch auf sich hat, das die Soldaten der Patenkompanie, übrigens als bundesweit einzigem Verband, kennzeichnet. (französisch „foulard de compagnie“). Es ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den französischen Einheiten innerhalb der Deutsch-Französischen Brigade, der die Jäger aus Donaueschingen angehören. Das Schultertuch kennzeichnet nach der „Preußischen Farbfolge“ durch Kompaniefarben die Zugehörigkeit zur jeweiligen Kompanie, jeweils weiß für die 1. Kompanie, Rot für die 2. und Gelb für die 3. Kompanie und Blau für die 4, in dem Fall die Patenkompanie. Grün trägt beim Bataillon die schwere 5. Kompanie, die in Stetten a.k.M. stationiert ist.

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