Die Kunst der kollektiven Grenzüberschreitung: Freiluft-Ausstellung vereint Deutschland und die Schweiz
Es ist ein ungewöhnliches Bild am Ufer des Untersees: Eine geschlossene Formation von mehr als 200 Menschen zieht wie eine Prozession durch die deutsch-schweizerische Grenzregion. Was zunächst wie nach einem festlichen Ausflug aussieht, entpuppt sich als eine der ambitioniertesten Vernissagen des Jahres: die Eröffnung der Freiluft-Ausstellung „(h)änne und dänne. Der Untersee als Kunstraum.“
Die Freiluft-Ausstellung ist eine künstlerische Expedition, die drei Gemeinden, zwei Nationen und ein großes Gewässer zu einer einzigen Bühne macht. In dieser weiten, etwa 3,6 Quadratkilometer großen Fläche zwischen Gaienhofen, Hemmenhofen, Steckborn und Berlingen setzen 25 Kunstwerke von 14 handverlesenen Künstlern ein kraftvolles Zeichen. Sie laden ein, sich über Kunst und Kultur auszutauschen, die vertraute Heimat neu zu entdecken und auch das „vu dänne“ (von drüben) neu zu überdenken.
Es ist ein Projekt, das die tief verwurzelten, teils bis in das Mittelalter reichenden Spuren zwischen den Ufern des Untersees neu belebt, erklärte der fünfköpfige Vorstand aus der Schweiz und Deutschland bei der Eröffnung in einem gemeinsamen Grußwort. Kunstschaffende aus beiden Nationen laden nun bis zum 27. September dazu ein, die Gemeinden Steckborn, Berlingen und Gaienhofen auf kulturellen Pfaden neu zu erkunden. Die Ausstellung krönt eine über zehn Jahre gewachsene Partnerschaft zwischen dem Hesse-Museum in Gaienhofen und dem Haus zur Glocke in Steckborn.
Illusionen,........
