Investitionen in Kinder und Wasser prägen den Haushalt für das Jahr 2026
Der Gemeinderat beschloss in seiner öffentlichen Sitzung einstimmig den von Rechnungsamtsleiter Philipp Bastian detailliert vorgetragenen Haushaltsplan für das Jahr 2026. Dieser schließt mit einem Minus von rund 790.000 Euro, einem Betrag, der sich nicht ausgleichen lässt, so Bürgermeister Stefan Kaiser. „In dem Planwerk sind keine Erhöhungen von Gemeindesteuern und Gebühren vorgesehen, aber viele Herausforderungen“, so Kaiser.
Auch wenn die Zahlen besser sein könnten, so seien die vorgesehenen Investitionen doch auch schon für die kommenden Generationen. Damit werde deutlich, dass Infrastruktur vor Konsum gelten müsse. So sieht der Investitionsrahmen der Gemeinde Albbruck millionenschwere Investitionen vor. Der bevorstehende Kindergartenneubau ist allein mit knapp acht Millionen angesetzt. In absehbarer Zeit sind Umbauten an verschiedenen Hochbehältern zur Sicherung der Trinkwasserversorgung vorgesehen, ebenso wie ein Feuerwehrhausneubau.
Rücklagen machen Verzicht auf neue Kredite möglich
Trotz des ausgewiesenen Minus geht die Gemeinde Albbruck doch stabil in die Zukunft. Die in den Vorjahren 2019 bis 2022 erwirtschafteten Rücklagen machen den voraussichtlichen Verzicht auf neue Kredite möglich. Aktuell sind die liquiden Mittel noch hoch, werden aber für die geplanten Großinvestitionen benötigt. Deutlich wird bei der Betrachtung der Zahlen in dem auf die kommenden Jahre ausgelegten Investitionsplan aber auch, dass mit diesem die Leistungsfähigkeit der Gemeinde an ihre Grenzen stößt.
Im Ergebnishaushalt zeigen die Zahlen deutlich, dass die Erträge aus Steuern gegenüber dem Vorjahr relativ konstant bleiben. Die Grundsteuer bleibt aufkommensneutral. Bei den Gewerbesteuereinnahmen muss entsprechend der allgemeinen Wirtschaftslage mit einem Rückgang gerechnet werden und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer wurde mit einer leichten Erhöhung angesetzt, ebenso der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer
Personalkosten werden weiter steigen
Viele Einnahmen und Ausgaben seien von der Gemeinde kaum zu beeinflussen. Fremdbestimmte Aufwendungen sind über Gebühren nicht selten umlegbar und eine Gegenfinanzierung nicht möglich. Die Einnahmen steigen weniger schnell als die Ausgaben. Gerade auf dem Personalsektor zeichnet sich eine weitere Steigerung ab.
Bei der Wasserversorgung wird weder ein Gewinn noch ein Verlust angestrebt. Der Erfolgsplan für das Jahr 2026, der ebenso einstimmig verabschiedet wurde, sieht ein Ergebnis von 121.400 Euro vor, was 1200 Euro hinter dem Ergebnis des vergangenen Jahres liegt.
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