Pflege „frisst die Rente auf“: Eigenanteil im Pflegeheim höher als die Durchschnittsrente?
Wird ein Mensch pflegebedürftig, kann das schnell teuer werden – trotz Pflegegrad und finanzieller Unterstützung durch die Pflegekasse. Dabei gilt die Pflege in einem Pflegeheim als besonders teuer. Laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) beteiligt sich die Versicherung nämlich nur an den Pflegekosten. Die restlichen Kosten – etwa für Unterkunft und Verpflegung, die Investitionskosten, die übrigen pflegebedingten Aufwendungen mit dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) sowie mögliche Zusatzleistungen – müssen Pflegebedürftige als Eigenanteil selbst bezahlen.
Am EEE beteiligt sich die Pflegekasse zwar mit einem prozentualen Zuschuss je nach Aufenthaltsdauer, trotzdem schlägt die Linksfraktion jetzt aufgrund der Höhe der Pflegekosten Alarm. Denn: „Pflegebedürftigkeit frisst die Rente auf – und räumt in kürzester Zeit jedes Sparbuch leer“, erklärt Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Linken, auf Anfrage unserer Redaktion. Das folgert sie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage ihrer Partei, die unserer Redaktion vorliegt. Wie hoch sind die Eigenanteile im Vergleich zur Durchschnittsrente?
Ist die Pflege viel zu teuer? EEE im Pflegeheim fast so hoch wie Durchschnittsrente
Die Kosten im Pflegeheim sind laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) im Januar 2026 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Demnach lag der EEE vor Abzug des Leistungszuschusses in Höhe von 15, 30, 50 oder 75 Prozent bundesdurchschnittlich bei 1982 Euro pro........
