Damit im Alter keiner einsam ist, könnten in Konstanz mehr Senioren in WGs zusammenleben
Nina Lucas sagt klar: „Ich lebe seit einigen Jahren allein. Auf Dauer möchte ich das nicht.“ Sie ist noch weit vom Ruhestand entfernt, doch sie macht sich schon jetzt Gedanken, wie sie das Alter verbringen möchte. Da gilt für sie: besser gemeinsam, statt einsam. Sie ist die Vorsitzende des eingetragenen Vereins „Gemeinsam leben im Alter“, der Hilfestellungen geben will, wenn es um den Aufbau von Wohngemeinschaften für Senioren geht. Sie hat den Eindruck, „viele finden die Idee klasse“, aber sie wissen nicht, wie sie es anpacken sollen. „Das ist ein Irrgarten, was die Ämter angeht.“
Die Idee ist einfach: Im Alter, wenn die Kräfte schwinden und Bekannte sterben, sind Menschen oft einsam und leben isoliert. In einer Wohngemeinschaft sollen sie Gemeinschaft und soziales Miteinander erleben und die Hilfe bekommen, die sie benötigen. In diesem Stadium wäre der Platz in der WG dann der Ersatz fürs Pflegeheim. Wolfgang Winter, der in der Gastronomie groß geworden ist, sagt: „Ich kenne das WG-Leben. In jungen Jahren war es spannend und lustig. Im Alter schadet es nicht.“
Die Initiative sehe sich als Förderer von Wohngemeinschaften aller Art für ältere Menschen. „Wir wollen beraten und Hilfestellungen geben.“ Der........
