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„Reiner Hokuspokus“: Wie der Freistaat Steuergeld für wirkungslose Globuli verpulverte

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24.07.2026

Es klang auf den ersten Blick vernünftig: Der Freistaat Bayern wollte prüfen lassen, ob durch homöopathische Mittel bei bestimmten Erkrankungen der Einsatz von Antibiotika gesenkt werden kann. Fünf Jahre später steht fest: Außer Spesen nichts gewesen. Der Steuerzahler hat Hunderttausende Euro ausgegeben, um Frauen mit harm- und wirkungslosen Zuckerkügelchen zu versorgen – das aber immerhin unter wissenschaftlicher Aufsicht.

Begonnen hat alles 2019. Auf Initiative von CSU und Freien Wählern genehmigte der Bayerische Landtag 800.000 Euro für die sogenannte iHOM-Studie. Das Ziel: Herausfinden, ob Globuli bei Frauen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen (Harnwegsinfekten) den Antibiotikaeinsatz senken können. Die TU München (TUM) wurde mit der Durchführung betraut. Von Anfang an gab es Kritik, denn die Nichtwirksamkeit der Globuli ist bereits in zahlreichen Studien belegt. Deren zentrales Ergebnis: Die klinischen Effekte der Homöopathie unterscheiden sich........

© Südkurier