Hamburgs Miniatur Wunderland: Handarbeit, Pannen und Rekorde
Wenn Gerrit Braun an den 16. August 2001 denkt, muss er schmunzeln. Obwohl der Tag bereits 25 Jahre zurückliegt, weiß er noch genau, wie stressig die letzten Minuten vor der großen Eröffnung des Hamburger Miniatur Wunderlandes waren. „Ich habe bis zwei Minuten vor der offiziellen Eröffnung mit dem damaligen Hamburger Bürgermeister Ortwin Runde noch unter der Anlage gelegen, weil etwas nicht funktioniert hat“, erinnert sich der 58-Jährige.
„Heutzutage wissen wir, was wir können und was nicht“
Geklappt hat es dann doch und die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun konnten zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Sebastian Drechsler im Sommer 2001 nach fast einjähriger Bauzeit eine Eisenbahnerlebniswelt in der Speicherstadt an der Elbe eröffnen. Sie sollte schon bald - 2015 - als die größte Modelleisenbahnanlage der Welt anerkannt werden.
„Wenn ich zurückblicke auf die Nacht vor unserer Eröffnung, in der ich vor Sorge kein Auge zubekommen habe, und das mit dem vergleiche, was daraus geworden ist - dann fehlen mir noch heute manchmal die Worte“, sagt Frederik Braun dazu. Er hatte erst ein Jahr zuvor bei einem Urlaub in Zürich die Idee zu der Rekordanlage.
Beliebter als der Kölner Dom und Schloss Neuschwanstein
Gestartet war das Team mit einer Anlage auf rund 300 Quadratmetern. Heute sind es etwa 1.700 Quadratmeter. Mehr als 27 Millionen Menschen waren seit 2001 schon da. Das bedeutet auch: oft sehr lange Schlangen und weit im Voraus ausverkaufte Zeitslots. Günstig ist der Spaß auch nicht. Tickets kosten zwischen 10 und 22 Euro. Dennoch: Sechsmal wählten ausländische Touristen das Wunderland bereits zur beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeit - noch vor dem Kölner Dom und Schloss Neuschwanstein.
Bis dahin aber mussten die Brüder auch einige........
