Katherina Reiche in der Türkei: Hoffnung auf sinkende Spritpreise
In der türkischen Hauptstadt fällt eine Last von der deutschen Wirtschaftsministerin ab. Der Irankrieg ist beendet, die USA und der Iran haben ein vorläufiges Friedensabkommen geschlossen. Die Straße von Hormus ist seit Freitag wieder frei, Öl und Gas vom Persischen Golf kommen wieder in Raffinerien und Fabriken. „Nun können sich Handelswege öffnen und die Märkte wieder beruhigen“, sagt Katherina Reiche.
Das Fass Öl (159 Liter) kostet nur noch 76 US-Dollar. Wochenlang lag der Preis wegen der Bombenangriffe und der blockierten Meerenge über der kritischen Marke von 100 Dollar. Reiches Besuch in der Türkei gilt der Energieversorgung. Im Schwarzen Meer und im Mittelmeer sollen in Zukunft Gasfelder angebohrt werden. Das Land zwischen Asien und Europa ist bereits heute eine Drehscheibe für Handel und Transport von Gas und Öl. Bei ihrem Besuch vereinbart die Ministerin mit ihrem türkischen Amtskollegen eine engere Zusammenarbeit im Bereich Energie.
Im nächsten Jahr soll sich die Erholung verstetigen
Öl ist das Schmiermittel der Industriegesellschaft. Ist es teuer, bremst das die Konjunktur in Ländern, die keine eigenen Quellen haben, wie Deutschland. An den Tankstellen übersetzt sich das Kriegsende in fallende Preise. Für den Liter Super mussten Autofahrer im Bundesschnitt 1,86 Euro zahlen, für den Liter Diesel 1,72 Euro. Kein Vergleich mehr zu den Wochen, als Diesel bis zu 2,40 Euro kostete. „Das merken Bürgerinnen und Bürger hoffentlich auch bald im Geldbeutel“, hofft die Wirtschaftsministerin.
Ist Öl und die daraus raffinierten Kraftstoffe........
