Astronaut Matthias Maurer: Das Auto ist nicht mehr das Modernste, es geht um die Eroberung des Weltalls
Im Weltall ist ein neues Wettrennen ausgebrochen. Es geht um die Landung auf dem Mond und das Ausbringen von tausenden Satelliten. Es geht um den Krieg der Sterne und die ferne Vision einer Kolonie auf dem Mars. Wie in der Vergangenheit spielen Amerika und Russland eine führende Rolle, aber auch China und Indien sind Raumfahrtnationen.
Und Deutschland und Europa? Nicht schlecht, aber auch nicht spitze. Der deutsche Astronaut Matthias Maurer will sich damit nicht zufriedengeben. In seinem Herzen mischen sich Ehrgeiz und Begeisterung mit politischer Analyse. „Technologie ist etwas, das unser Land nach vorne bringt“, sagte Maurer unserer Redaktion. „Das Auto ist jetzt nicht mehr das Neueste und Modernste. Das nächste Ziel ist die Eroberung des Weltalls“.
In Köln ist der Mond aufgegangen: Matthias Maurer übt hier für Einsatz im All
In Köln hat Maurer das Rennen schon gewonnen. Im Deutschen Luft- und Raumfahrzentrum steht der 56-Jährige über einer Mondlandschaft. Eine kalte, blasse Sonne steht flach über einer grau-staubigen Kraterwelt. Das Licht erhellt nicht wie auf der Erde, es ist beinahe dunkel. Ein hundegroßer Mondbuggy fährt langsam durch die Szenerie. Am Rhein üben die europäischen Astronauten für ihren Einsatz im All. Ein Mond in Fabrikhallengröße - 900 Tonnen Felsenstaub wurden dafür aufgeschüttet und auf den passenden Namen Luna........
