„Wir zahlen hier Steuern, als wäre das Land ein Mercedes“: Warum die Jungen ans Auswandern denken
Zehntausende aus der jungen Generation haben am Wochenende ihren Unmut auf die Straße gebracht. Sie fühlen sich und ihre Anliegen übersehen in der Republik der Alten, zu der Deutschland geworden ist. Sie haben bei ihrem Protest jemanden an der Seite, an den sie wahrscheinlich bei den Demos nicht im Entferntesten gedacht haben. Es ist der Wirtschaftsprofessor Stefan Kolev. Er hat ein Buch geschrieben, das zu ihnen passt. Es heißt Wohlstand für Junge. Es ist ein Appell, ein träge gewordenes Land zu modernisieren, damit junge Leute die Chance haben, sich das aufzubauen, was für ihre Eltern selbstverständlich war.
Kolevs Appell ist für die Jungen geschrieben, er richtet sich gleichzeitig an die Alten. „Meine Botschaft ist einfach: Wenn Ihr wollt, liebe ältere Mitbürger, dass Euch und uns allen der Sozialstaat erhalten bleibt, müsst Ihr der jungen Generation entgegenkommen und die Reformen mittragen, damit sie nicht den Generationenvertrag aktiv aufkündigen“, sagt Kolev. Der Untertitel des Buches ist beinahe aussagekräftiger als der Titel: Wie wir verhindern, dass unsere Kinder das Land verlassen.
Einer der ersten Leser war Bundeskanzler Merz
Der Ökonom hat einen einflussreichen Leser. Es ist Bundeskanzler Friedrich Merz, der in Reden........
