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Warum Steinmeier jetzt erst zum ersten Staatsbesuch nach Frankreich aufbricht

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07.10.2026

Gegenseitige Besuche der politischen Führungsriege aus Deutschland und Frankreich sind zwar häufig, doch offizielle Staatsbesuche bleiben hingegen rar und gelten als ausgesuchte Ehre. Vor 13 Jahren war zuletzt mit Joachim Gauck ein deutscher Bundespräsident in Frankreich eingeladen, damals von François Hollande. Dessen Nachfolger Emmanuel Macron wiederum empfängt nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zu einem dreitägigen Staatsbesuch.

Es wird, so heißt es aus deutschen Regierungskreisen, eine Art Abschiedsbesuch, denn beide Politiker befinden sich jeweils am Ende ihrer Amtszeit: Macron tritt nach den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027 ab, Steinmeier kurz zuvor im März.

Regierungen in Berlin und Paris stehen unter Druck

Von dem Staatsbesuch soll laut Berlin ein Signal der „Ermutigung und Aufhellung in schwierigen Zeiten“ ausgehen, herrsche doch links wie rechts des Rheins eine „Krise des Selbstvertrauens und des Vertrauens in die Zukunft“. Beide Regierungen stehen massiv unter Druck: Die Koalition in Berlin und an erster Front Bundeskanzler Friedrich Merz sind seit den jüngsten Landtagswahlen in der Defensive, die Regierung in Paris steht einer heftigen Schüler-Revolte gegenüber und........

© Südkurier