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Die Zukunft beginnt jetzt! Am 1. Mai ist der erste Gassenfreitag 2026 – und viele sollen folgen

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24.04.2026

Nicht jammern, sondern tun, ist das Motto von Alexander Onea und seinem Vorstands-Team des Vereins Niederburg Vital. Im vergangenen Jahr stand der beliebte Gassenfreitag auf der Kippe. Onea als neuer Vereinsvorsitzender blickt jedoch zuversichtlich in die Zukunft. Die Gassenfreitage für 2026 von Mai bis Oktober als Gesamtveranstaltung sind bereits vom Bürgeramt genehmigt, „und zwar im Umfang und mit den Auflagen im Wesentlichen wie im Vorjahr“, bestätigt die Pressestelle der Stadt Konstanz auf Nachfrage. „Gestattungen und Musikgenehmigungen im Einzelnen werden stets rechtzeitig vor dem jeweiligen Gassenfreitag erteilt, da es hier wechselnde Akteure gibt.“

Die 10.000 Euro, die der Verein für die Erfüllung der Sicherheitsauflagen und dergleichen pro Veranstaltung aufwenden muss, sind kein Pappenstil, aber Alexander Onea sieht aber die Notwendigkeit. Das Geld für die erste Veranstaltung habe der Verein. Eintritt will der Verein bewusst nicht verlangen, hofft aber auf Spenden. Am 1. Mai werden ehrenamtliche Helfer „sichtbar und sehr sympathisch darauf aufmerksam machen. Spenden kann man auch online über unsere Homepage“, so Onea. Außerdem habe der Verein beim Finanzamt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit beantragt, sodass er Spenden und Sponsoring unproblematisch annehmen kann.  

Alexander Onea spricht schon jetzt von einer Mehrjahresstrategie. „Im ersten Jahr wollen wir den Gassenfreitag auf sichere Füße stellen. Auch die Workflows müssen sich einspielen“, erläutert er. Im zweiten Jahr solle Niederburg Vital noch mehr Abwechslung und möglichst „einen hochwertigen Act“ bieten und für das dritte Jahr strebe der Verein „einen finanziellen Puffer“ an, schildert der Vorsitzende. „Und wenn das System stabil funktioniert, kann man weiterdenken.“

Gassenfreitage und Unterstützung

Die Termine für die Veranstaltungsreihe stehen fest: 1. Mai, 5. Juni, 3. Juli, 7. August, 4. September und 2. Oktober. Jeweils von 18.30 bis 22 Uhr ist insbesondere in folgenden Gassen des ältesten Konstanzer Stadtteils etwas geboten: Inselgasse, Münsterplatz, Rheingasse, Brückengasse, Schreibergasse, Konradigasse. „Der Gassenfreitag bleibt kostenlos“, betont Alexander Onea von Niederburg Vital. Er fügt an: „Besucher können freiwillig einen Beitrag leisten: per QR-Code auf Postkarten, die beim Event verteilt werden, oder über die https://spenden.gassenfreitag.de. Jeder Beitrag fließt in Musik, Technik und Sicherheit.“

Konstanzer sollen beim Gassenfreitag ohne Eintritt und Zäune feiern

Der Gassenfreitag sei etwas ganz Besonderes und hebe sich von anderen Veranstaltungen ab, finden die Verantwortlichen. „Der Gassenfreitag ist ein offenes Straßenfest in der Konstanzer Niederburg. Immer am ersten Freitag im Monat von Mai bis Oktober werden die Gassen zur Bühne: Live-Musik, Straßenkunst, offene Gastronomie“, schildert Alexander Onea und fügt kurz und knapp an, was ihm noch wichtig ist: „Kein Eintritt, kein Zaun, kein VIP. Die Niederburg feiert sich selbst.“

Es handle sich eben nicht um ein Stadtfest mit Bierzelt und Bühnensponsoring. Es sei kein Festival, das einmal komme und wieder verschwinde. „Der Gassenfreitag ist leiser, kleiner, regelmäßiger. Die Musik ist der Rahmen, die Begegnung ist der Inhalt“, charakterisiert Onea den Kern der Veranstaltungsreihe. Es gebe keinen kommerziellen Veranstalter, keine Agentur, sondern werde komplett ehrenamtlich von Niederburg Vital organisiert. „Ein Team aus Menschen, die ihre Freizeit investieren, weil sie an das Format glauben“, hebt er hervor.

Und für wen nehmen die ehrenamtlich Engagierten die Arbeit auf sich? „Für Menschen, die gerne draußen sind, die Live-Musik mögen, aber keine Großveranstaltungen brauchen, die ihre Nachbarschaft kennenlernen oder einfach einen guten Freitagabend haben wollen“, schildert der Vorsitzende, der weiter ausführt: „Familien mit Kindern neben Studierenden neben Rentnerinnen. Das ist kein Konzept – das passiert einfach, wenn man die Tür weglässt.“

Jetzt fiebern alle Beteiligten dem ersten Gassenfreitag des Jahres 2026 entgegen. Ein bisschen Lampenfieber haben sie schon, denn es gibt viele Helfer, die sich erstmals aktiv engagieren. Zudem müssen sich neue Abläufe erst noch einspielen – auch beim neu gewählten Vorstand. Außerdem gibt es bis kurz vor dem Start am Freitag, 1. Mai, um 18.30 Uhr noch jede Menge zu tun. Und doch überwiegt die Vorfreude, zumal aktuell die Wetterprognosen äußerst optimistisch stimmen.

Was ist am 1. Mai 2026 in der Konstanzer Niederburg geboten?

„Die Niederburg-Gastronomie öffnet ihre Türen, Höfe und Erdgeschosse: Fritz' Garten schenkt aus dem Erdgeschoss aus, die Kunstfabrik in der Inselgasse, das Ideenreich, die Besenwirtschaft Garasch in der Schreibergasse und Cabinski in der Rheingasse“, kündigt Andreas Onea an. Selbstverständlich haben auch die Weinstuben und Restaurants an diesem besonderen Freitag geöffnet. In der Hoffläche beim Sankt Johann werde es Streetfood vom Happy Corner Foodtruck geben und beim Landgericht werde der Service-Club Round Table 19 Konstanz eine Bar betreiben. Holzofenspezialitäten gebe es ebenfalls. Und nicht zu vergessen: In allen Gassen gebe es Tisch-Flohmärkte.

Jazz, Indie, Rock, Pop und House werden zum Saisonstart gespielt

Beim Saisonstart wollen Bands unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen für eine gute Atmosphäre sorgen. Coots spielen Jazz, Indie und Rock und Barconara präsentiert italienischen Pop. „Italienischkenntnisse von Vorteil, für die Melodien braucht’s keine Übersetzung“, kommentiert Alexander Onea. Sechs Musiker aus der Schweiz haben sich zur Formation MollTon zusammengefunden. Ihr Motto: „New Orleans meets Balkan Brass.“ Außerdem tritt das Akustik-Duo Melody Twins auf und mit DJ Supermood gibt es Beach House, Indie und Dreampop.

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