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Den niedrigsten Bodensee-Pegel seit Messbeginn feierte Konstanz mit einem Schützenfest auf neuen Inseln

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22.10.2026

Wenig Niederschlag, kaum Wasser aus den Zuflüssen und der Beitrag der Verdunstung: Nach wie vor zeigt sich der Bodensee an den Ufern in einer Schwundstufe, die – wäre der See ein Meer – an den Gezeitenrückgang bei Ebbe erinnert. Der fallende Pegel hat Bootsrümpfe im Schlick aufsitzen lassen, die Freizeitkapitäne vorzeitig vertrieben und die Inseln Mainau und Reichenau jenseits der Straßendämme mit dem Festland verbunden. So bizarr das anmuten mag: Neu ist das alles nicht. Wer in die Geschichte zurückblickt, stellt fest, dass es in mehreren Jahrhunderten zu Niedrigwasser-Rekorden kam, so in den Jahren 1672, 1725 und 1858. Da der Pegel 1858 bereits amtlich vermerkt wurde, ist bekannt, dass der Wasserstand bei Konstanz im Februar vor 168 Jahren auf 2,26 Meter abgesackt war. Das ist ein bis heute nicht wieder erreichter Rekord, gegen den sich die derzeit gemessenen etwa 2,50 Meter fast beruhigend ausnehmen.

Konstanz feiert Fastnacht auf Sandinseln im Bodensee

Auf welche kuriosen Ideen Menschen kommen, die meteorologische Ausnahmezustände erleben, die nicht als bedrohlich wahrgenommen werden, demonstrierte die Bürgerschaft von Konstanz 1858 mit einem fidelen – und auch pulvergeschwängerten – Volksfest. Als Schauplatz dafür ausgesucht hatte man zwei Sandbänke, die sich zwischen dem Haftenleuchtturm und dem nördlichen Ufer gebildet hatten, dort, wo sich der........

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