Streit um Bahnausbau: Warum Rösti falsch liegt, aber jemand anderer liefern muss
Keine besten Freunde: Die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) und Bundesrat Albert Rösti (SVP).
Zur Entkräftung des Vorurteils der arroganten Zürcher diente das Interview nicht, das Carmen Walker Späh dieser Zeitung gab. Die Zürcher Regierungspräsidentin (FDP) las Bundesrat Albert Rösti (SVP) die Leviten. Weil er in seinem Vorschlag für den Bahnausbau bei ergänzenden Ausbauten wie Weichen oder Doppelspuren spare, würden Milliarden-Projekte nur wenig bringen. Bei Rösti kam das schlecht an. Der Bund erfülle Zürich «90 Prozent aller Bedürfnisse», konterte er am Donnerstag. Der Kanton erhalte in den nächsten 20 Jahren 9 von 24 Milliarden Franken – mehr, als seinem bevölkerungsmässigen Anteil entspreche.
So gerechnet hätte Zürich tatsächlich nur Anspruch auf 18 Prozent der Gelder. Doch Röstis Argumentation geht nicht auf.
Wer bei ergänzenden Massnahmen spart, riskiert tatsächlich ein mieses Kosten-Nutzen-Verhältnis. Bisher gelang es Röstis Fachleuten nicht, diese Bedenken zu entkräften. Sie stützen sich auf ein hastig erstelltes Gutachten von ETH-Professor Ulrich Weidmann, mit dem sich dieser in der Fachwelt keinen Gefallen getan hat.
Röstis Verärgerung ist........
