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Rückzug aus der Entwicklungshilfe: Wie sich der USAID-Kahlschlag unter Donald Trump auswirkt

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02.02.2026

Direkt nach seinem Amtsantritt vor einem Jahr nahm Präsident Donald Trump USAID ins Visier: Die Entwicklungsbehörde werde von „einem Haufen linksradikaler Wahnsinniger“ geführt, die Steuergelder verschwendeten, sagte er damals. Die Konsequenzen waren dramatisch: Mehr als 80 Prozent der Verträge von Mitarbeitern wurden gekündigt und Tausende Programme weltweit gestrichen. Allein im Gesundheitsbereich fielen laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Kürzungen etwa zwei von drei bilateralen Projekten zum Opfer, die die USA in ärmeren Staaten umgesetzt haben.

Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, sieht die Erfolge, die in den Jahren zuvor in der weltweiten Gesundheitsversorgung erzielt wurden, ernsthaft gefährdet. Der Rückzug aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werde ebenfalls langfristige Folgen haben, sagte er unserer Redaktion. Denn sowohl für Forschung und Impfprogramme sowie für die Gesundheitsversorgung vieler Menschen fehlten nun Milliarden. „Jetzt schon ist zu erkennen, dass Erkrankungen wie Malaria, Masern, Polio und HIV wieder deutlich zulegen, auch weil Aufklärungskampagnen wegfallen.“

Als weiteres Beispiel nannte er Afghanistan, wo Caritas international ebenfalls tätig ist. Dort hätten nach den Mittelkürzungen durch den größten Geldgeber USA 400........

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