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Dobrindts Migrationswende: Wie realistisch sind Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan?

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03.02.2026

Afghanistan und Syrien

Abschiebung im großen Stil?

Erwartungen schwer zu erfüllen

Freiwillige Rückkehr

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine „Rückführungsoffensive“ vereinbart. Zudem heißt es dort: „Nach Afghanistan und Syrien werden wir abschieben – beginnend mit Straftätern und Gefährdern.“ Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) arbeitet derzeit daran, regelmäßige Abschiebungen auch von ausreisepflichtigen Menschen, die nicht straffällig geworden sind, in beide Länder möglich zu machen. Doch wie realistisch ist eine Abschiebeoffensive - wie es die CSU formuliert - in diese Krisenregionen?

Zunächst einmal zu den Gesamtzahlen: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Abschiebungen um knapp 14 Prozent angestiegen. So wurden nach Kenntnis des Bundesinnenministeriums 2025 insgesamt knapp 22.800 Abschiebungen vollzogen. 2024 waren es noch rund 20.000 Abschiebungen, 2023 waren es knapp 16.500.

Obwohl Deutschland die radikal-islamischen Taliban nicht als rechtmäßige Regierung Afghanistans anerkennt, werden Straftäter an den Hindukusch abgeschoben. Das begann unter der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP - über den Umweg Katar. Die schwarz-rote Bundesregierung strebt an, dass Abschiebungen........

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