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Strafmündigkeit und Social Media: Politik debattiert über Jugend – ohne sie

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25.03.2026

Strafmündigkeit und Social Media Politik debattiert über Jugend – ohne sie

Analyse | Berlin · Ob Wehrpflicht, Social-Media-Verbot oder Strafmündigkeit – über junge Menschen wird entschieden, ohne sie zu fragen. Experten sprechen von „simuliertem Handeln“. Wie lange geht das noch gut?

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Viele Jugendliche fühlen sich von der Politik nicht ausreichend gesehen. (Symbolbild)

Ob Wehrpflicht, Social-Media-Verbot oder Strafmündigkeit – diese Themen stehen derzeit im Fokus der Politik und betreffen junge Menschen unmittelbar. Doch während über Kinder und Jugendliche debattiert wird, fühlen sich viele von ihnen nicht ausreichend einbezogen. Die Bundesschülerkonferenz machte zuletzt deutlich, dass sich viele Jugendliche von der Bundesregierung übergangen fühlten. „Es wurde einfach von oben herab entschieden“, kritisierte die Generalsekretärin Amy Kirchhoff etwa im ZDF-„Morgenmagazin“.

Schutz von Kindern und Jugendlichen?

Dieser Einschätzung stimmt Michael Klundt, Professor für Kinderpolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal, zu. „Für die Bundesregierung sind Kinder und Jugendliche ein zu schützendes Objekt. Sie werden nicht nach ihrer Meinung gefragt“, sagt er unserer Redaktion. Das sehe man etwa an den Plänen von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zu einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, für das sich auch mehrere CDU-Politiker ausgesprochen haben. Denn: „Die Gefahren von sozialen Medien sind nicht altersspezifisch“, sagt........

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