Beben in der SPD: Wie es zum Rücktritt von Bärbel Bas kam – und wie es weitergeht
Beben in der SPD Wie es zum Rücktritt von Bärbel Bas kam – und wie es weitergeht
Die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister, und Bärbel Bas, bisherige Bundesarbeitsministerin, im Sommer 2025 vor einer Parteivorstandsklausur. (Archiv)
Analyse | Berlin · Es ist ein Paukenschlag, auch wenn es Anzeichen gab: Bärbel Bas ist als SPD-Vorsitzende und als Bundesarbeitsministerin zurückgetreten. Aus persönlichen Gründen – aber auch mit scharfer Kritik an der Union. Für die Partei und die Koalition eine Turbulenz mehr.
Um 7:51 Uhr drückt man an diesem Montagmorgen im SPD-Parteivorstand auf den Knopf „Senden“, die persönliche Erklärung von SPD-Chefin Bärbel Bas und ein begleitendes Statement von Co-Chef Lars Klingbeil gehen per E-Mail an die Hauptstadtpresse. Etwa eine Viertelstunde später folgt ein schriftliches Statement von Fraktionschef Matthias Miersch, wenige Minuten darauf folgen Wortmeldungen aus Bas’ Partei-Heimat, dem NRW-Landesverband.
Es wird klar, dass es sich um einen orchestrierten Abschied handelt, um einen geplanten Rückzug: Bas gibt ihr Amt als Parteivorsitzende ab, ebenso das der Bundesarbeitsministerin. „Da ich momentan nicht die Kraft aufbringen kann, kurzfristig meine Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, habe ich mich entschieden, beide Ämter aufzugeben“, heißt es in Bas’ Erklärung. Sie begründet den Schritt einerseits mit........
