Wie man Familiengeschichte erforscht: War der Uropa Nazi? Millionen Deutsche wollen es wissen
Wie man Familiengeschichte erforscht War der Uropa Nazi? Millionen Deutsche wollen es wissen
Adolf Hitler begrüßt 1935 auf dem Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg Mitglieder des Reichsarbeitsdienstes.
Düsseldorf · Das US-Nationalarchiv hat die NSDAP-Mitgliedskarteien online gestellt. 1,5 Millionen Suchanfragen folgten – das Interesse über die Vergangenheit von Opa und Uroma ist weiter riesig. 75.000 Anfragen pro Jahr erreichen allein das Bundesarchiv.
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Das Interesse ist riesig. Seit das Nationalarchiv der USA die Mitgliedskarteien der NSDAP vor gut einem Monat online zugänglich gemacht hat, verzeichnete es nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Suchanfragen. Zwischenzeitlich scheint sogar der Server überlastet gewesen zu sein; jedenfalls gab es Probleme beim Zugriff. Die Nazi-Vergangenheit der eigenen Familie interessiert die Deutschen immer noch – dieser Schluss dürfte nicht allzu gewagt sein.
Und das gilt nicht nur für die NS-Parteiunterlagen. Erst vor wenigen Tagen meldeten die Arolsen Archives in Nordhessen, die weltgrößte Sammlung mit Informationen zu Opfern des Nationalsozialismus, einen Anfragerekord für 2025. Auch hier hilft das Internet: Allein 830.000 Nutzer zählte das Arolsener Online-Archiv vergangenes Jahr. Und das Bundesarchiv berichtet von 75.000 Personen-Anfragen pro Jahr allein zu Organisationen der NS-Zeit.
NSDAP-Kartei Online zugänglich über das US-Nationalarchiv sind mehr als 16 Millionen digitale Objekte auf mehr als 5000 Rollen Mikrofilm. Die Recherche ist möglich über Informationen wie Namen, Geburtsdatum und Ort. Vermerkt sind unter anderem Wohnort und Beitrittsdatum. Dazu hier klicken.
Kriegseinsatz Informationen zu den rund 18 Millionen Angehörigen der Wehrmacht bewahrt das Bundesarchiv auf. Karteikarten der sogenannten Wehrmachtsauskunftstelle enthalten........
