Trump, Hanning, CDU: Verräter werden vergessen – außerdem diesem einen
Trump, Hanning, CDU Verräter werden vergessen – außerdem diesem einen
Ein klassischer Verrat als Historienschinken: „Der Tod Caesars“ von Jean-Léon Gérôme (1867).
Düsseldorf · Treulosigkeit steht gerade hoch im Kurs, national wie international. Verrat ist das ultimative politische Verbrechen, weil er das Gegenteil von Loyalität ist. Da ist es nur gerecht, dass die Namen der meisten Verräter kaum noch jemand kennt. Eine Ausnahme aber gibt es.
Ein US-Präsident, der seinen Verbündeten in den Rücken fällt und im Kreml ein paar Hunderttausend Tonnen Diesel lockermacht. Ein Ex-Chef des Bundesnachrichtendienstes, der geheime Informationen verkauft haben soll (was er bestreitet). Ein Haufen Christdemokraten in Sachsen-Anhalt, die allem Anschein nach Absprachen ihrer Fraktion in den Wind schlagen und einen AfD-Mann mitwählen. Drei Nachrichten aus wenigen Tagen. Drei Abgründe. Oder, wie der Grünen-Europaabgeordnete Sergey Lagodinsky im Deutschlandfunk sagte: „Wir erleben die Wochen der Verräter.“
Da war es, das Donnerwort vom Verrat, einem Vergehen, das der Publizist Mathias Schreiber „feierlich-böse“ genannt hat. Um den Verrat soll es hier gehen, insbesondere um den politischen Verrat. Also nicht etwa um Ehebruch und auch nicht um den metaphorischen Verrat an den eigenen Idealen. Und auch nicht so sehr um das bloße Weitererzählen von Geheimnissen, also um all die Spione, Agenten und Überläufer aus den Tiefen des Apparats, sondern um hohe und höchste Ebenen, um Staatsaffären.
Geschichte Einer der schwersten Vorwürfe gegen einen Bürger war stets der des Hochverrats, also des Versuchs, die bestehende Ordnung umzustürzen – ein Vergehen, auf das fast ausnahmslos die Todesstrafe stand und das sich politisch leicht missbrauchen ließ.
Grundgesetz Die Bundesrepublik kennt........
