2500 Jahre Geschichte des Iran: Donald Trump hat keine Ahnung, mit wem er sich da angelegt hat
2500 Jahre Geschichte des Iran Donald Trump hat keine Ahnung, mit wem er sich da angelegt hat
Besucher in den Ruinen der Königsstadt Persepolis im Iran.
Düsseldorf · In Teheran herrscht nicht bloß ein reaktionäres Mullah-Regime – der Staat hat auch eine der ältesten Hochkulturen der Welt. Die primitiven Drohungen der USA richten sich gegen ein Land, das schon viele Imperien überdauert hat. Und das den Westen seit jeher fasziniert.
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37 Kilometer Seide für eine Zeltstadt. 18 Tonnen Lebensmittel. 1911er Jahrgangschampagner. Zur Untermalung 50.000 Singvögel aus Europa, von denen die meisten binnen Tagen eingegangen sein sollen. Persepolis, Oktober 1971: In der antiken Ruinenstadt feiert das Regime 2500 Jahre iranische Monarchie mit obszönem Pomp. Schah Reza Pahlavi tritt vor das Grab seines Vorgängers Kyros des Großen und ruft ihm zu: „Ruhe in Frieden, denn wir wachen, und wir werden immer wachen.“
Schnell wird Beobachtern klar, dass das Gelage in der Wüste (Kostenpunkt: vielleicht 100, vielleicht 300 Millionen Dollar) kein Märchen aus 1001 Nacht ist, sondern dass hier eine herrschende Clique auf Kosten ihres Volkes lebt. Persepolis ist einer der Nägel zum Sarg der persischen Monarchie; gut sieben Jahre später ergreift Ayatollah Ruhollah Chomeini die Macht in Teheran.
Der Schah war ein Verbündeter der USA und Israels. Seit der Islamischen Revolution trennt den Iran von Israel und Amerika eine Todfeindschaft. Entsprechend tief ist der Abgrund des Misstrauens bei den Friedensgesprächen in der Schweiz, auch die gegenseitige Geringschätzung. US-Präsident Donald Trump hat die Mullahs als „crazy bastards“ beleidigt und ihnen gedroht, sie „in die Steinzeit“ zu bomben – Hybris aus dem Lehrbuch. Aber der Iran hat........
