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Iran-Krieg: Steigende Spritpreise – Ölkonzerne als Krisengewinnler

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02.03.2026

Iran-Krieg Steigende Spritpreise – Ölkonzerne als Krisengewinnler

Meinung | Düsseldorf · Abschied vom Öl? Der Iran-Krieg zeigt, wie abhängig die Welt noch immer ist. Das kann auch den Selbstversorger USA treffen. In Deutschland machen Shell und Co. Kasse. Doch die Verbraucher sind nicht wehrlos.

Bei Shell und anderen Tankstellen wird es teuer.

Die Anstrengungen zum Klimaschutz und das Wissen, dass die Vorräte endlich sind, schienen Erdöl eine Zeit lang zum Auslaufmodell zu machen. Peak Oil, der Höhepunkt der Förderung, schien zum Greifen nah. Der Iran-Krieg zeigt nun, dass das eine Illusion war. Die Weltwirtschaft bleibt abhängig von fossilen Energien, was die hektischen Ausschläge bei den Öl- und vor allem Gaspreisen zeigen. Auch wenn der Iran – vom Westen schon lange mit Sanktionen belegt – keine Rolle für die Versorgung Europas und Amerikas spielt, so hat er mit der Straße von Hormus noch ein gewaltiges Druckmittel in der Hand. Je länger das Mullah-Regime die wichtige Meerenge blockieren kann, desto nervöser werden die Märkte – und das strahlt auf den Westen ab. Der Ölpreis bleibt das Fieberthermometer der Weltwirtschaft. Auch für den Förderer von Big Oil, für Donald Trump, könnte das zum Problem werden. Die USA sind als einer der größten Ölförderer der Welt längst Selbstversorger und anders als in den 1970er-Jahren nicht mehr auf Rohöl aus dem Mittleren Osten angewiesen. Doch eine neue globale Ölkrise könnte auch in den USA die Inflation anheizen.


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