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Bautzen und Buenos Aires: Warum wir queer-antifaschistische Solidarität brauchen

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06.07.2026

Auch in diesem Jahr sehen sich viele Teilnehmende von CSD-Veranstaltungen Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffen durch Neonazis ausgesetzt. Oft gehen diese von rechtsextremen Jugendgruppen aus, die in den vergangenen Jahren starken Zulauf erfahren haben. Besonders drastisch stellt sich die Situation überall dort dar, wo die Hegemonie auf der Straße den Neonazis von bürgerlicher Politik und Polizei überlassen wird. Im vergangenen Jahr marschierten im sächsischen Bautzen zum Beispiel 500 Neonazis, AfD-Anhänger und queerfeindliche Bürger gegen den dortigen CSD auf. Während der Versammlung und im Zuge der Rückreise griffen die Teilnehmenden linke CSD-Teilnehmende und Journalist*innen an.

Sowohl im unlängst veröffentlichten Verfassungsschutzbericht als auch im polizeilichen Lagebild zur politisch motivierten Kriminalität werden diese rechten Mobilisierungen mittlerweile als ernstzunehmende Gefahr benannt. Vor Polizei und Geheimdiensten waren es wie so oft (queere) Antifaschist*innen, die diesen Trend erkannt und die vor allem (Selbst-)Schutz dagegen organisiert hatten. Die darin ausgedrückte Solidarität ist mehr als nur ein Zweckbündnis.

Natürlich ist sie – auch – ein Zweckbündnis, und das ist schlicht vernünftig. Menschen, die ins Visier von Neonazis geraten, weil sie für das Recht auf ein........

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