menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

AfD recht kläglich gescheitert

13 0
16.02.2026

Gemessen an den Erwartungen der Brandenburger AfD und der Angst, sie könnte irgendwann wirklich gewinnen, ist die Partei am Sonntag bei der Landratswahl in Elbe-Elster und bei den Bürgermeisterwahlen in Strausberg und Petershagen-Eggersdorf doch ziemlich kläglich gescheitert. In der Stadt Strausberg landete Dennis Panser bei 16,6 Prozent, in der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf kam Dirk Fischer nicht über 16,4 Prozent hinaus. Damit erzielten diese beiden AfD-Kandidaten jeweils das schlechteste Ergebnis von fünf beziehungsweise drei Bewerbern.

Besser schnitt der Ex-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter in Elbe-Elster ab. Doch seine 27,6 Prozent reichten nicht für die Stichwahl, die am 1. März zwischen CDU-Landrat Christian Jaschinski und dem parteilosen Marcel Schmidt entscheidet. AfD-Landeschef René Springer blieb nur übrig, das Plus von 9,2 Prozentpunkten gegenüber der Landratswahl 2018 zu betonen und Kleinwächters Ergebnis respektabel zu nennen.

Ebenfalls ausgeschieden ist in Strausberg Knut Steinkopf (Linke). Seine 19,9 Prozent sind jedoch das beste Ergebnis, das ein Bürgermeisterkandidat seiner Partei in letzter Zeit erreichen konnte. Nur 1,3 Prozentpunkte fehlten ihm zum Erreichen der Stichwahl. Mehr ist zurzeit anscheinend nicht drin. Es ist Jahre her, dass 2022 die Bürgermeister André Stahl in Bernau und Marco Beckendorf in Wiesenburg siegten. Sie hatten sich da allerdings als Bürgermeister bereits bewiesen.

Brandenburgs AfD stellt nun weiterhin keine Landräte oder Bürgermeister. Wenn die Persönlichkeit zählt und nicht nur eine Partei angekreuzt wird, hat sie mit ihren Leuten schlechte Karten.


© Neues Deutschland