Umsatzverdoppelung mitten in der Industriekrise bei Ingersoll Rand: Wie geht das?
Wer über Unternehmen in der Industrielandschaft von Bad Neustadt spricht, kommt an Siemens, Preh, Jopp und BSH nicht vorbei. Selten fällt hier der Name Ingersoll Rand. Der Produzent von Seitenkanalgebläse und Flüssigkeitsringpumpen beschäftigt rund 180 Menschen am Standort. Jürgen Schneyer, Werkleiter bei Ingersoll Rand in Bad Neustadt und weiteren Standorten des Konzerns, erklärt, warum man das Unternehmen auf dem Schirm haben sollte und wie man am Standort Deutschland erfolgreich sein kann.
Herr Schneyer, gefühlt krankt die Wirtschaft überall. Wie ist die Lage bei Ihnen?
JÜRGEN SCHNEYER: Wir haben natürlich wie jeder andere Industriehersteller die Situation, dass wir im globalen Wettbewerb stehen und als internationaler Konzern auch intern Produktionsstätten im Ausland haben. Da stellt sich natürlich immer die Frage, wo ich produziere. In Deutschland habe ich den Malus, dass ich an einem der teuersten Standorte der Welt bin. Da muss ich rechtfertigen, warum ich trotzdem hier produziere. Uns ist das gelungen. Perspektivisch können wir in den nächsten ein bis zwei Jahren sogar unseren Fabrikumsatz allein in Bad Neustadt realistisch verdoppeln.
Klingt surreal. Wie geht das?
SCHNEYER: Wir haben es geschafft, mit dem Know-how, das die Menschen hier in Deutschland haben, ein Produkt zu entwickeln und patentieren zu lassen. Das ist der unternehmerische Erfolg, den du brauchst und der rechtfertigt Unternehmertum am Standort. In diesem Fall haben wir nicht unser bestehendes Produkt bis zum Ende optimiert und sind an den Punkt gekommen,........
